Wetter: Morgens Eisbrecher – nachmittags Eisbecher!

“Das für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Wetter geht in den kommenden Tagen munter weiter. Nächste Woche wird es sogar tendenziell noch einen Tick wärmer.“ erklärt Dominik Jung von wetter.net. +++

Einen Hauch von Winter bringen derzeit zumindest noch die Morgenstunden. Regional können aufgrund der klaren Nächte nämlich Tiefswerte nahe dem Gefrierpunkt erreicht werden und dann heißt es verbreitet: Eis kratzen. Allerdings ist das nicht wirklich ein rein winterliches Phänomen. Lästiges Scheibenkratzen kann immer wieder mal bis Mai und dann schon wieder ab September vorkommen. Auch dann können die Frühwerte sich der 0-Grad-Marke nähern.

„Nachmittags sind die Eiskratzer dann vergessen und es gibt stattdessen Eisbecher. Viel Sonne und Temperaturen bis 13 Grad im Schatten lockten die Menschen am Montag vielfach erneut ins Freie. Da der Sonnenstand schon wieder deutlich höher als noch Ende Dezember ist, fühlt sich das ganze mitten in der Sonne auch schon wieder locker 4 bis 5 Grad höher an“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Spitzenreiter in Sachen Sonnenscheindauer war am Montag die Region Karlsruhe. Dort schien die Sonne 9,5 Stunden vom Himmel. Aber auch Kiel, Freiburg, Lahr, Schleswig oder Rostock durften sich über 9 Sonnenstunden freuen.

Zum Vergleich: im gesamten Januar 2013 schien die Sonne in Trier oder Kassel nur 16 Stunden!

Während der vergangene Winter der trübste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war, dürfte sich dieser Winter in Sachen Sonnenschein in die Top 10 der sonnenscheinreichsten Winter mausern. „Die Natur gleicht alles irgendwann wieder aus“ so Wetterexperte Jung.

Besonders sonnig war der Februar bisher im Osten. In Berlin ist das Sonnenscheinsoll des Monats mit über 70 Stunden schon zu 95 Prozent erfüllt. Auch in Leipzig, Dresden und Magdeburg ist das Soll bereits zu gut 80 Prozent erfüllt und dabei sind noch nicht mal zwei Drittel des Monats vorbei.

AUCH IN DEN KOMMENDEN TAGEN GEHT DER VORFRÜHLING WEITER – NÄCHSTE WOCHE BIS 17 Grad!

Das für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Wetter geht in den kommenden Tagen munter weiter. Die Höchstwerte liegen mit Werten knapp über 10 Grad in vielen Regionen im zweistelligen Bereich. Trotzdem muss man in der Früh aufpassen. Da es auch in den Nächten klar ist, kann es sich bis zum Gefrierpunkt abkühlen und dann kann es morgens auch mal glatt sein. Nächste Woche wird es sogar tendenziell noch einen Tick wärmer. Teilweise erreichen die Temperaturen dann 14 bis 17 Grad. Wir scheinen also vom Vorfrühling direkt in den Frühling überzugehen.

„Aber Vorsicht! Das milde und teils sehr sonnige Wetter sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns erst Ende Februar befinden. Auch im März und April sind Kaltlufteinrüche möglich. Und nach diesem milden Winter steigt allein schon rein statistisch die Chance dass in den beiden Folgemonaten irgendwann die Kälte mit Schnee noch mal zuschlagen könnte. Eine flächendeckende mehrtätige Schneedecke mit Dauerfrost ist aber aufgrund des Sonnenstands dann eher unwahrscheinlich. Ein paar spätwinterliche Eskapaden sind aber dennoch möglich. Schließlich kommt die Redewendung „Der April, der macht was er will“ nicht von ungefähr“ erklärt Jung.

EIN ERSTER BLICK AUF DIE NÄRRISCHEN TAGE

Ab nächstem Donnerstag ist es dann auch schon wieder soweit: Die Närrinnen und Narren sind in vielen Teilen Deutschlands unterwegs.

Wir wagen uns an einen ersten vorsichtigen Wettertrend für die verrückten Tage:

Altweiberfastnacht: Ein warmes Bärenkostüm ist nicht zu empfehlen. Die Höchstwerte erreichen 9 bis 12 Grad, am Rhein sind sogar 13 bis 15 Grad möglich. Aber es bleibt wohl nicht ganz trocken. Neben Sonne und Wolken gibt es auch etwas Regen.

Freitag: Mit 9 bis 16 Grad weiter warm. Der Himmel ist meist voller Wolken. Im Nordwesten kann es etwas Regen geben, sonst trocken.

Fastnachtssamstag: Mit 7 bis 12 Grad wird es etwas kälter. Der Himmel ist meist bedeckt und ab und zu fällt Regen, oberhalb 500 Meter kann es auch Schneeregen geben.

Karnevalssonntag: Vorübergehend mehr Sonne und kaum Regen. Dabei werden 7 bis 12 Grad erwartet.

Rosenmontag: Bei 7 bis 12 Grad müssen wir bei den großen Umzügen dieses Jahr wohl nicht frieren. Aber wir könnten nass werden, denn aus Westen ziehen Regenwolken auf.

Faschingsdienstag: Bei 5 bis 10 Grad gibt es viele Wolken, ab und zu fällt Regen.

Kurzum: Es sieht nach milden, aber zeitweise auch recht feuchten närrischen Tagen aus! Aber man muss deutlich sagen: Es ist nur ein erster Trend und gerade in Sachen Niederschlägen können sich immer noch große Änderungen ergeben. Dass es allerdings überwiegend mild werden wird, ist da schon deutlich sicherer.

Quelle: www.wetter.net

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