Wetter: Pollen- und Zeckenplage im Anmarsch!

Eis und Schnee blieben und diesen Winter zwar weitgehend erspart, doch dafür werden wir nun mit anderen unliebsamen Dingen geplagt: den Pollen und Zecken.

Erste Hasel- und Erlenpollen wurden bereits Anfang Januar gesichtet. Mittlerweile sind diese Pollen fast überall im Land in mäßiger Konzentration unterwegs. In der Regel unterscheidet man beim Pollenflug vier Stufen: keine, schwache, mäßige und starke Belastung. Somit ist beim Pollenflug bereits die zweithöchste Stufe erreicht.

Gut 20 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden übrigens an einer Pollenallergie.

Die ersten Allergiker sind schon mächtig am Niesen und Schnupfen. Doch bald werden es noch mehr werden, dann sind auch die Pollen von Weide und Pappel unterwegs. Kurz darauf macht sich dann die Birke auf den Weg und die zählt mit zu den allergensten Pollenarten.

„Da die kommenden Tage weiterhin frühlingshafte Temperaturen erwarten lassen, wird die Natur quasi explodieren. Im Rhein-Main-Gebiet sind bereits in vielen Gärten blühende Landschaften zu sehen“ bereichtet Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Bis in die erste Märzdekade hinein ist kein Wintereinbruch in Sicht: Dauerfrost oder sogar Schneedecken im Flachland sind Fehlanzeige!

„Klar kann es auch im März oder im April immer noch Kaltlufteinbrüchen kommen. Ganz vorbei ist der Winter in Sachen Schnee oder Frost natürlich noch nicht. Das sind aber meist nur sehr kurze Ereignisse. Dann kann es auch mal Schnee- und Graupelschauer geben. Allerdings ist der Sonnenstand im März und April schon so hoch, dass wir eine extreme Kaltluft bräuchten, damit es bei tiefwinterlich werden würde. Und diese extreme Eisluft ist derzeit bis Anfang März nicht in Sicht. Selbst im Mai kann es noch mal für Bodenfrost reichen: Stichwort Eisheilige“ erklärt Wetterexperte Jung weiter.

Neben den Pollen dürfen wir uns auch auf einen frühen Start der Zeckensaison gefasst machen. Besonders gefährlich sind die kleinen Blutsauger, weil sie Krankheiten wie FSME (Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis) und Borreliose übertragen. Gegen erstere kann man sich zumindest noch impfen lassen, gegen Borreliose gibt es derzeit noch keinen Impfschutz. Dieser ist nach aktuellen Berichten aber in Vorbereitung.

Durch die ungewöhnlichen milden Temperaturen können diese die Spinnentiere, die zu den Milben gehören, früher als sonst aktiv werden. Bodentemperaturen von 8 bis 10 Grad erwecken die kleinen Plagegeister und sie kriechen hervor.

In rund 1 bis 1,5 Metern Höhe warten sie dann an Büschen oder kleinen Bäumen auf ein Opfer, das sie von dort abstreift. Dann suchen sie sich ein schönes Plätzchen auf ihrem Wirt und saugen sich voll. Wenn sie voll mit Blut sind, dann verlassen sie den Wirt wieder, in dem sie sich einfach abfallen lassen.

„Passen Sie also auf und schauen Sie in den kommenden Wochen nach einem Waldspaziergang verstärkt, ob sich nicht irgendwo so ein kleines Krabbeltierchen bei Ihnen oder Ihrem Haustier (Hund oder Freigänger-Katze) festgesetzt hat“ sagt Jung.

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