Wetter-Prognose: Es wird ein Chaos-Winter

“Der Winter hält viel Abwechslung bereit und kann zeitweise richtig gefährlich werden kann.“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. +++

Hoch Otto wirkt nach. Seit Tagen hat das Hoch Einfluss auf unser Wetter. Auf der einen Seite werden sämtliche regen- und sturmbringenden Tiefdruckgebiete von uns fern gehalten, auf der anderen Seite heißt es aber: nichts geht mehr (auf). Es gibt in Deutschland mittlerweile ganze Landstriche, die seit mehr als 10 Tage keine Sonne mehr zu Gesicht bekommen haben. Wenn man Glück hatte, dann war es „nur“ Hochnebel, der die Sonne verdeckt hat, im schlimmsten Fall war es zudem noch dichter Bodennebel mit Sichtweiten die den ganzen Tag unter 150 Meter lagen. „Hoch Otto hat sich mittlerweile zu einem Nebelmonster entwickelt. Seit Tagen sitzen weite Teile Deutschlands im Dauergrau.

Das ist völlig anders als der November 2011. Damals gab es einen der sonnigsten Novembermonate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Dieses scheint die Reise in die andere Richtung zu gehen, denn auch in den kommenden Tagen ist keine Wetteränderung in Sicht. Sonnenschein bleibt Mangelware. Die Sonne scheint am ehesten mal an den Küsten oder in den höheren Lagen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net) im aktuellen Wettervideo: http://www.youtube.com/watch?v=gZDo1JnKBYw

Es bleibt in den nächsten Tagen meist trüb und die Temperaturen erreichen bis einschließlich Sonntag Werte zwischen 4 und 10 Grad, je nachdem, ob sich die Sonne mal durchsetzen kann oder nicht. Nachts muss stellenweise mit Frost zwischen 0 und minus 3 Grad gerechnet werden. Zusammen mit dem dicken Nebel kann sich vielfach Straßenglätte einstellen. Fahren Sie also unbedingt vorsichtig – bereits letzte Woche hat sich aufgrund von Nebel und Glätte eine schwere Massenkarambolage ereignet.

„Die aktuelle Wetterlage ist wirklich ideal um sich eine Erkältung einzufangen. Zudem drückt das graue Novemberwetter auf die Stimmung- Stichwort Novemberblues“ so Wetterexperte Jung. Im Lauf der letzten Novemberwoche könnte sich die Großwetterlage dann aber allmählich umstellen. Die derzeitigen Prognosen deuten auf eine allmähliche Abkühlung zum Monatswechsel hin – wahrscheinlich sogar mit Schneeflocken bis in tiefe Lagen.

Ob es allerdings ein kräftiger Wintereinbruch sein wird oder eher eine schleichende Einwinterung ist aktuell noch nicht ganz klar. Immerhin beginnt am Samstag, den 1. Dezember, schon der meteorologische Winter – da wären Schnee und Kälte natürlich mehr als passend!

Der Wintertrend von wetter.net im Detail:

„Das Wird ein richtiger Chaos-Winter, der viel Abwechslung bereit hält und zeitweise richtig gefährlich werden kann“ kommentiert Wetterexperte Jung die ersten Ergebnisse.

Dezember: Der erste meteorologische Wintermonat fällt vielfach durchschnittlich, im Osten und Süden allerdings vielfach leicht zu kalt aus. Zur Monatsmitte könnte die russische Kältepeitsche mit Eis und Schnee zum ersten Mal so richtig intensiv zuschlagen. Ob das hochwinterliche Wetter allerdings bis Weihnachten durchhält ist unsicher, denn vom Atlantik drängen im letzten Monatsdrittel sehr wahrscheinlich einige Sturm- mitunter auch Orkantiefs nach Europa, die sehr milde Luft nach Deutschland bringen könnten. Weiße oder grüne Weihnachten – das wird sich wahrscheinlich erst auf den letzten Metern vor dem Fest entscheiden!

Januar: Der Januar würde nach aktuellem Stand eher durchschnittlich ausfallen. Er bringt zudem viel Niederschlag, der jedoch nur in den höheren Lagen der Mittelgebirge und den Alpen als Schnee fällt. Generell werden in den Alpen auch diesen Winter wieder sehr gute Wintersportbedingungen erwartet. In den Niederungen riecht es den ersten Berechnungen zufolge nach einem Schmuddelwinter – gerade perfekt, um sich eine Erkältung nach der nächsten einzufangen!

Februar: In diesem Monat könnte das dicke Kältepolster über Sibirien abermals angezapft werden und weite Teile Europas mit kalter Luft überschwemmen. Diese zweite Kältewelle könnte noch heftiger als die Kältewelle im Dezember ausfallen. Nennenswerter Schneefall ist dabei vor allem in der West- und Südhälfte Deutschlands zu erwarten.

Quelle: www.wetter.net 

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