Wetter: Schneetief zum Ende des Mildwinter?

Wärmster Dezember aller Zeiten, der Januar 1,6 Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt und der Februar bisher 3,4 Grad wärmer als im langjährigen Mittel.

„Das ist es echter Mildwinter. Das wird nach aktuellem Stand wohl der zweitwärmste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1761. Dich ausgerechnet auf seinen letzten Metern scheint dieser Winter nochmal richtig winterlich werden zu wollen. Bereits am Dienstag gab es im Westen und Süden Schneeflocken bis ganz runter. Nach ein paar ruhigeren Tagen könnte es am Sonntag und am Montag pünktlich zum Start in die neue Arbeitswoche ein neues Schneetief geben, welches weite Landesteile zumindest wieder vorübergehend in ein weißes Kleid hüllen würde. Auf den Straßen könnte sich am Montagmorgen besonders im Osten und Süden ein Verkehrschaos einstellen. Es sind ab 200 bis 300 m einige Zentimeter Neuschnee möglich“ warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net in Wiesbaden.

Der US-Wetterdienst NOAA hatte bereits vor Wochen angekündigt, dass uns nicht unbedingt ein warmes und freundliches Frühjahr bevorsteht. Sogar vom einem Fröstel-Frühling ist die Rede. Das könnte sich nun zum Start in den meteorologischen Frühling bewahrheiten. Am Dienstag, dem 1. März, beginnt nämlich bereits der meteorologische Frühling und der verspricht weiterhin unterkühlt auszufallen. Auch könnte nach dem aktuellen Stand die gesamte erste Märzwoche unterkühlt ausfallen.

Verbreitet würde es demnach in den ersten 10 Märztagen Nachtfröste geben und auch am Tag könnte in Lagen oberhalb 300 bis 400 m leichter Dauerfrost (siehe Temperaturtrend München) herrschen.

Nachfolgend die kommenden Tage im Detail:

Donnerstag: 4 bis 8 Grad, im Süden etwas Schnee, im Norden kurze Schneeschauer, sonst recht viel Sonnenschein
Freitag: 4 bis 8 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, freundlich
Samstag: 4 bis 9 Grad, meist freundlich und trocken
Sonntag: 4 bis 9 Grad, erst freundlich, dann aus Südosten Wolken, diese bringen erst Regen, später sinkt die Schneefallgrenze ab
Montag: 2 bis 6 Grad, nass-kalt, besonders im Osten und Süden teilweise starker Schneefall bis ganz runter, besonders in der Nacht zum Montag, daher Straßenglätte möglich!
Dienstag (meteorologischer Frühlingsanfang): minus 1 bis plus 6 Grad, im Osten weitere Schneefälle, sonst ab und zu Sonnenschein
Mittwoch: minus 1 bis plus 8 Grad, Sonne, Wolken und etwas Schneeregen
Donnerstag: 2 bis 9 Grad, stellenweise etwas Regen oder Schnee
Freitag: 3 bis 8 Grad, aus Nordwesten neuer, teils kräftiger Regen
Samstag: 0 bis 5 Grad, es kühlt wieder spürbar ab, dabei setzt Schneefall bis in tiefe Lagen ein
Sonntag: minus 3 bis plus 2 Grad, lokal Dauerfrost möglich, dabei Sonne, Wolken und Schneeschauer im Wechsel

In den Nächten kommt es dabei immer wieder zu Frost mit Glätte. Wohl dem, der da noch nicht die Winterreifen abgezogen hat.

In der Tat steht uns somit offenbar ein sehr unterkühlter Start in den meteorologischen Frühling bevor. Dabei ist es gut möglich, dass der März 2016 am Ende kälter als der Dezember 2015 ausfällt. Verwunderlich wäre das nicht, denn der Dezember war sogar wärmer als der März 2015 und der wiederum war ja selbst schon 2 Grad wärmer als im langjährigen Mittel – eine verrückte Wetterwelt!

„Es sieht nach dem aktuellen Trend derzeit auch nicht so aus, als würde es noch in der ersten März-Dekade so richtig warm werden. Aber das macht ja auch nix: die Frühblüher und die ersten Pollen waren ja bereits schon im Dezember unterwegs: Dezember, der neue März?“ fragt Wetterexperte Dominik Jung.