Wetter: Sonntag ist der 1. Advent – bleibt der Winter in Deutschland?

Die Großwetterlage hat sich zum vergangenen Wochenende wie von wetter.net bereits vor einer Woche angekündigt fundamental umgestellt.

Der extrem warme November ist vorbei. Auch die große Dürre im Süden wurde beendet. Im Schwarzwald hat es Freitag und Samstag binnen nur 36 Stunden lokal bis zu 195 Liter Regen pro Quadratmeter gegeben. Das war ein Rekordwert. Seit über 25 Jahren gab es dort in so kurzer Zeit nicht mehr so viel Niederschlag.

Zugleich kam ab Samstag aus Norden deutlich kältere Luft zu uns. Vor allem am Sonntag hat es bis ganz runter geschneit. Ganz dicke hat es unsere Nachbarn in Dänemark erwischt. Dort fiel lokal ein halber Meter Neuschnee- und das am Samstag binnen nur 12 Stunden. Auch in Hamburg gab es am Sonntagnachmittag kurzzeitig einen kleinen Schneesturm. Bei viel Wind gab es einen Temperatursturz auf 0 Grad und dazu schneite es stark.

„Der Winter ist da. Der frühlingshafte November ist vorbei. Jetzt ist frieren angesagt, Handschuhe, Schaal und Jacke haben Sie hoffentlich schon herausgeholt. Die Tiefstwerte lagen heute Morgen bei teilweise minus 5 Grad, direkt über dem Erdboden waren es sogar minus 8 Grad. Man bedenke: Noch vor wenigen Tagen hatten wir Frühwerte die zwischen 15 und 17 Grad PLUS lagen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Die Schneehöhen können sich sehen lassen:

Zugspitze 63 cm
Brocken 19 cm
Carlsfeld 15 cm
Kahler Asten 11 cm
Oberstdorf 9 cm
Braunlage 6 cm
Chemnitz 5 cm
Hof 5 cm

IST DAS NUN DER WINTER?

Alle, die sind nun auf eine dauerhafte Einwinterung freuen, muss ich leide enttäuschen. Vor uns steht in den Niederungen eine eher nass-kalte Wetterwoche. Die Höchstwerte liegen durchweg über dem Gefrierpunkt. Lediglich in den höheren Lagen Bayerns und Baden-Württembergs kann es ab 400 bis 500 m zunächst leichten Dauerfrost geben. Aber die Nächte haben es in sich. Denn die bringen oft Werte um 0 Grad oder leicht darunter und das ist der kritische Punkt. Wir haben dann immer mit glatten Straßen und Gehwegen zu rechnen. In der Nacht zum Dienstag geht das schon los. Da ziehen aus Nordwesten morgens Schneefälle auf. Diese führen morgen früh vor allem in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg zu glatten Straßen.

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

Dienstag: 0 bis 6 Grad, nass-kalt, aus Westen Schneeregen und Regen, in den höheren Lagen Schneefall
Mittwoch: 2 bis 8 Grad, im Süden am Alpenrand zeitweise Schneefall, sonst neben etwas Sonne ab und zu Schneeregen- oder Regenschauer
Donnerstag: 2 bis 9 Grad, im Süden Schneeregen, in den höheren Lagen Schneefall
Freitag: 2 bis 7 Grad, vorübergehend freundlich und trocken

WIE WIRD DER ERSTE ADVENT?

Nach aktuellem Stand wird es zum nächsten Wochenende eher nass-kalt und ungemütlich. Die Höchstwerte liegen am Samstag bei 1 bis 8 Grad, am Sonntag werden 3 bis 9 Grad erwartet. Dazu immer wieder Regen, in den höheren Lagen auch Schneeregen oder Schnee. So wirkliches Winterfeeling wird sich auf den Weihnachtsmärkten nicht einstellen. Immerhin sind die Temperaturen passender als noch vor wenigen Tagen, als wir fast 20 Grad gemessen haben.

Die nächste Woche scheint dann sogar noch milder zu werden. Für nächsten Montag und Dienstag kündigen sich im Westen Höchstwerte bis 13 oder 14 Grad an. Von Winter kann dann keine Rede mehr sein. Bis in die Hochlagen fällt Regen und es gibt wieder ordentlich Wind.

„Vieles deutet auf einen milden und stürmischen sowie nassen Dezemberstart hin. Das würde nicht verwundern, da der Klimatrend des US-Wetterdienstes NOAA bereits seit Monaten einen recht milden und nassen Dezember angekündigt hat“ sagt Wetterexperte Jung.

Ob es tatsächlich dann nächste Woche so mild wird und ob die milde Witterung längere Zeit andauert ist allerdings unsicher…

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