Wetter: Temperatursturz – Zum Wochenende immer mieses Wetter?

Noch lässt Hoch Paula über weiten Teilen Deutschlands die Sonne strahlen.

Der Mittwoch brachte stellenweise etwas mehr als 13 Sonnenstunden. Am sonnigsten war es dabei vor allem in Süd- und Westdeutschland. Auf dem Feldberg im Schwarzwald schien die Sonne 13,3 Stunden, in Konstanz waren es 13,2 und in Aachen 13,1 Sonnenstunden.

Außerdem gab es am Mittwoch schon wieder einen Sommertag. In Kaiserslautern wurden 25 Grad gemessen. In Lahr am Rhein schaffte es das Quecksilber immerhin auf 24,5 Grad. Aber auch in Köln und Bonn war es mit 24 Grad frühsommerlich warm. 

Am Donnerstag scheint vor allem entlang sowie südlich des Mains die Sonne bis zu 13 Stunden vom Himmel. Nach Norden und Osten sind die Wolken schon etwas zahlreicher geworden. Aber auch dort sollte es zum Nachmittag freundlicher werden.

Die Höchstwerte erreichen am Donnerstagnachmittag 17 bis 27 Grad. Dabei ist es am Oberrhein sowie in der Pfalz am wärmsten.

Doch in den nächsten Stunden droht in den heute noch sommerlichen Regionen ein markanter Temperatursturz und zudem ziehen ab Freitagnachmittag bis Sonntagfrüh heftige Regenfälle über die Mitte, den Süden und Osten des Landes. Nur der Norden hat Glück und kommt fast trocken durch den Samstag. Lokal können 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter vom Himmel kommen.

„In Frankfurt am Main erwarten wir beispielsweise heute Nachmittag sommerliche 26 oder 27 Grad. Am Samstag liegen die Höchstwerte bei vielen Wolken und Regen nur noch bei 8 Grad“ erklärt Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Wieso wird das Wetter immer ausgerechnet zum Wochenende „so schlecht“?

Bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung, aber trotzdem ist es für viele Menschen ärgerlich, wenn man in der sonnigen Woche im Büro sitzt und dann am Wochenende statt am Grill im Regen stehen muss.

Auch letzte Woche lief das Spielchen ähnlich ab: freundlich und warm in der Woche, am Wochenende nass-kalt. Kaum war das Wochenende vorbei, ging es schon wieder bergauf.

Aber wie dem auch sei, das Wetter kennt keinen Samstag oder Sonntag und Petrus macht am Wochenende auch keinen Urlaub. „Dass sich das Wetter in letzter Zeit ausgerechnet immer am Wochenende so rapide verschlechtert ist reiner Zufall oder einfach nur Pech“ so Diplom-Meteorologe Jung.

Übrigens ist „schlechtes Wetter“ nicht für jeden schlecht. Der April war bisher vielfach viel zu trocken. Die Natur und die Landwirtschaft können den Regen wirklich gut gebrauchen.

Wie geht es nächste Woche weiter?

Die letzten April- und ersten Maitage werden vielfach warm werden. Die Temperaturen erreichen 14 bis 23 Grad, wobei die tieferen Werte an den Küsten erwartet werden. Dazu gibt es einen Mix aus Sonne, Wolken und einzelnen gewittrigen Schauern.

Der Maifeiertag wird im Süden bis 25 Grad warm, im Norden ist es dagegen mit 14 bis 17 Grad deutlich kühler. Dazu gibt es besonders nördlich des Mains einzelne Schauer und Gewitter.