Wetter: Vom Frühling zurück in den Spätwinter?

Wie erwartet wurde es am Sonntag besonders im Süden richtig frühlingshaft warm. Spitzenreiter war Garmisch-Partenkirchen.

Dort wurden am Sonntagnachmittag satte 18 Grad gemessen. In Konstanz waren es immerhin noch 16, in München und Friedrichshafen 15 Grad. Auch in den anderen Landesteilen wurde es teilweise deutlich über 10 Grad warm. Allerdings gab es dort viel Wind und besonders Richtung Norden auch Dauerregen.

So fielen binnen der vergangenen 48 Stunden auf dem Brocken im Harz rund 80 Liter Regen pro Quadratmeter, in Braunlage im Harz waren es 73 Liter auf den Quadratmeter. In Hamburg waren es immerhin noch 33 Liter pro Quadratmeter. Der Dauerregen dauert auch heute noch an, wandert dabei aber ein Stück weiter nach Süden. Lokal besteht die Gefahr von Hochwasser!

„Doch bevor der Regen und eine deutliche Abkühlung den Süden erreicht, wird es dort heute nochmal Frühling. Wir erwarten im Süden von Bayern und Baden-Württemberg am Montag schon wieder frühlingshafte 14 bis 17 Grad“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Spannend war übrigens auch der Wind. Auf dem Brocken gab es Orkanböen mit 140 km/h und auch in den Niederungen wurden stellenweise wie erwartet schwere Sturmböen um 90 km(h gemessen.

In vielen Orten wurden heute Morgen zweistellige Plusgrade gemessen, eine Luft wie im Frühling, die ersten Vögel haben munter gesungen! In Mannheim, Freiburg oder Magdeburg wurden 11 Grad am Montagmorgen gemessen.

Aber aufgepasst: Mit dem frühlingshaften Wetter ist es dann auch im Süden schnell wieder vorbei, denn der Spätwinter will es noch mal wissen. In der zweiten Wochenhälfte sind zweistellige Höchstwerte dann eher die Ausnahme. Nächste Woche Dienstag startet dann schon der meteorologische Frühling, doch das könnte ein echter Fröstel-Auftakt werden, denn es drohen Schneefälle bis in tief Lagen!

Hier die Wetteraussichten der kommenden Tage im Detail:

Dienstag: 3 bis 10 Grad, im Süden zeitweise Regen oder Schneeregen
Mittwoch: 3 bis 9 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, dazwischen Schneeregen- oder Regenschauer
Donnerstag: bei 4 bis 8 Grad fallen stellenweise Regen- oder Schneeschauer
Freitag: 4 bis 7 Grad, Wechsel aus Sonne und Wolken, meist trocken
Samstag: 5 bis 10 Grad, wolkig und trocken
Sonntag: 5 bis 10 Grad, überwiegend bedeckt, stellenweise Sprühregen
Montag: 2 bis 6 Grad, nass-kalt, teilweise Schneeschauer bis ganz runter
Dienstag (Meteorologischer Frühlingsanfang): nur noch 0 bis 5 Grad am Tag, bis in tiefe Lagen Schneeschauer, im Süden auch starke Schneefälle möglich

SCHLÄGT DER WINTER NOCH MAL RICHTIG ZU?

„In der kommenden Woche scheint es zumindest in mittleren und höheren Lagen nochmal winterlich werden zu wollen, aber auch im Flachland sind durchaus Schneeflocken möglich und in den Nächten droht dann sogar wieder Frost und das pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang, das könnte ein echter Kaltstart werden“ so Wetterexperte Jung. Ob es aber auch ganz unten nochmal für eine dauerhafte Schneedecke reicht, ist eher fraglich. Die Jahreszeit ist bereits sehr weit fortgeschritten, die Tage sind schon wieder deutlich länger und die Sonne hat schon recht viel Kraft gesammelt. Da hat es eine dauerhafte Schneedecke im Tiefland eher schwer, ausgeschlossen ist das aber nicht. Und besonders in den Nächten kann es für eine weiße Überraschung reichen!

Die nachfolgende Grafik zeigt die Verteilung der mittleren Temperaturen im Zeitraum 1. bis 8. März und da sehen wir doch heute Morgen tatsächlich die Farbe blau recht flächig über der Mitte und dem Süden Deutschlands, dort könnte es noch mal spätwinterlich kalt werden.

„Ein echtes Kälte-Ei und das direkt in der ersten meteorologischen Frühlingswoche? Das haben wir uns sicher anders vorgestellt“ so Jung. Doch noch sind es ein paar Tage. Da kann sich diesbezüglich noch einiges ändern. Allerdings hatten wir ja bereits am Freitag berichtet, dass eine dauerhafte Erwärmung auf Werte zwischen 15 und 20 Grad nicht in Sicht ist. Dabei scheint es auch nach heutigem Stand eindeutig zu bleiben…