Wetter: Wann geht dem Winter die Puste aus?

“Langsam aber sicher geht dem Winter in den kommenden Tagen die Puste aus. Es wird von Tag zu Tag etwas wärmer. Das beste Ereignis erwartet uns dann am kommenden Samstag und Sonntag.“, so Dominik Jung von wetter.net. +++

Dieser Winter scheint einen wirklich langen Atem zu haben. Abgesehen von der extrem milden Phase um die Weihnachtstage, dauert der Winter nun gefühlt schon über drei Monate an. Zudem gab es ja bereits Ende Oktober in weiten Teilen Deutschlands vorübergehend sogar im Flachland eine geschlossene Schneedecke.

Das war regional der früheste Wintereinbruch seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Nachdem es am Freitag und  Samstag stellenweise bis zu 20 cm Neuschnee gab, gab es heute Morgen von Nordbayern, über Hessen und Rheinland-Pfalz bis ins Saarland erneut eine dicke weiße Überraschung.

Über Nacht waren schon wieder bis zu 10 Zentimeter Neuschnee gefallen. Das war wieder mehr als genug um in normal schneearmen Regionen wie Rhein-Main und Rhein-Neckar ein Verkehrschaos auf den Straßen auszulösen.

Da stellen sich doch viele langsam die Frage: Wie lange bleibt der Winter noch?
Dazu Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net):

„Langsam aber sicher geht dem Winter in den kommenden Tagen die Puste aus- zumindest was Dauerfrost- und Dauerschneefall angeht. Es wird von Tag zu Tag etwas wärmer. Das beste Ereignis erwartet uns dann am kommenden Samstag und Sonntag: Sonnenschein für fast alle Menschen im Land. Die Wolken lockern am Wochenende nämlich immer mehr auf und bei 4 bis 8 Grad zeigt sich dann endlich mal wieder der gelbe Ball am Himmel“

Allerdings wird das zu spät sein, um die trübe Februarbilanz noch einmal aufzubessern. Nach November, Dezember und Januar fällt nun auch der Februar zu dunkel aus und das mehr als deutlich- das Sonnenscheinsoll für den Monat ist deutschlandweit gerade mal zu 44 Prozent erfüllt. Damit fällt die Bilanz aller Voraussicht nach noch düsterer aus als schon im Januar.

Da war das Sonnensoll immerhin noch zu 55 Prozent erfüllt. Aber auch das war schon Rekord, denn es war der dunkelste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im gesamten Winter 2012/2013 ist damit das Sonnenscheinsoll nur zu 60 Prozent erfüllt – damit ist es nun endgültig der dunkelster Winter seit 1951. In diesem Jahr begannen die regelmäßigen Aufzeichnungen der Sonnenscheindauer. Verglichen mit den Jahren 1981 bis 2010 ist der Februar deutschlandweit um fast 2 Grad zu kalt!

Der komplette Winter ist übrigens 0,5 Grad kälter als im langjährigen Mittel ausgefallen. „Das war damit der fünfte „zu kalte“ Winter in Folge, wenn man das 30-jährige Mittel der Jahre 1981 bis 2010 zugrunde legt- eine kleine Sensation. Das Wetter scheint sich so gar nicht an die Weissagungen der Klimapropheten halten zu wollen“ so Wetterexperte Jung. Der Winter 2012/2013 war zu kalt, zu nass und extrem zu dunkel!

Am kommenden Freitag startet für die Meteorologen schon der Frühling. Und das erste meteorologische Frühlingswochenende wird von einem kleinen Hochdruckgebiet geprägt sein, dass wie bereits erwähnt für Sonnenschein sorgen wird. Insgesamt dürfte der Märze aber immer wieder spätwinterliche Eskapaden bereit halten. Durchgreifend sonniges und warmes Frühlingswetter deutet sich laut dem aktuellen Langfristtrend von wetter.net (www.wetter.net) erst für April und Mai an, dann aber so richtig- beide Monate werden deutlich sonniger als normal ausfallen.

Quelle: www.wetter.net

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