Wetter: Winter in Deutschland vor Totalausfall!

Kaum zu glauben: Aus vielen Regionen der Nordhalbkugel werden rekordverdächtige Winterereignisse gemeldet.

In Deutschland mausert sich der Winter 2013/2014 dagegen zum Totalausfall. Abgesehen von dem Mini-Winterchen Ende Januar im Nordosten des Landes waren Schnee, Eis und Frost in weiten Teilen Deutschlands bisher Fehlanzeige.

In den vergangenen drei Tagen gab es wie schon vor ein paar Tagen angekündigt erneut Frühlingstemperaturen und das mitten im eigentlichen „Hochwinter“. Am Freitag wurden in München 15 Grad erreicht, der Samstag brachte in Deutschland bis zu 12 Grad und der Sonntag immerhin noch 10 Grad als Tageshöchstwerte.

„Das könnte in der Tat ein neuer Jahrhundertwinter werden, allerdings in milder Form. Den mildeste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gab es in Deutschland erst vor wenigen Jahren. 2006/2007 war der Winter satte 4,1 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. An diesen Wert werden wir wahrscheinlich nicht herankommen, aber für einen Platz in den Top 5 Liste der mildesten deutschen Winter könnte es dieses Jahr wohl reichen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net mit Blick auf den neusten Wettertrend bis Monatsende.

BIS MONATSENDE KEIN NACHHALTIGES WINTERWETTER IN SICHT

Es ist einfach kein winterliches Wetter in Sicht, weder bis zur Monatsmitte, noch danach. Ein Sturmtief jagt das nächste. Dazu gibt es milde Luft und immer wieder kräftigen Regen. Im Grunde geht es so weiter, wie der Winter schon Anfang Dezember begonnen hatte.

Hier noch mal die Temperatur- Abweichungen im Überblick:

Dezember 2013 plus 2,8 Grad

Januar 2014 plus 2,6 Grad

Februar 2014 (bisher) plus 2,9 Grad

Nachdem die letzten fünf Winter allesamt normal bis leicht zu kalt waren und zudem noch mit markanten Ereignissen wie deutschlandweiten starken Schneefällen oder strengem Dauerfrost aufgewartet haben, blieb es solch flächendeckendes Ereignis im aktuellen Winter bisher aus.

In Sachen Sonnenschein gab es jedoch eine totale Änderung zum Vorjahr. Der Dezember 2013 brachte in Deutschland 35 Prozent mehr Sonne als üblich, der Januar 2014 brachte 10 Prozent mehr als normal.

Zu Erinnerung: der Winter 2012/2013 war dagegen der dunkelste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen!

WEITERHIN HOHE STURMGEFAHR – SAMSTAG STELLENWEISE BIS 15 GRAD WARM

In der gesamten kommenden Woche bleibt es überwiegend mild und wechselhaft mit einem weiter sehr großen Sturmpotential. Besonders in der zweiten Wochenhälfte drohen auch im Flachland wieder schwere Sturmböen bis 100 Stundenkilometer und in den Hochlagen orkanartige Böen.

Da die exakte Zugbahn der Sturmtiefs derzeit noch nicht sicher ist, muss die Wetterlage genau im Auge behalten werden. Bei einer derartigen Konstellation, bei der die Tiefs immer wieder sehr nahe an Deutschland vorbeiziehen oder sogar direkt über uns hinweg, sind immer wieder „Überraschungen“ möglich.

„Da kann sich schnell eine gefährliche Sturm- oder sogar Orkanlage zusammenbrauen“ warnt Wetterexperte Jung.

Die kommenden Tage im Detail:

Dienstag: 5 bis 8 Grad, viele Wolken, etwas Sonne und einzelne Regen- und Schneeregenschauer, typisches Aprilwetter

Mittwoch: 5 bis 9 Grad, in der Früh noch etwas Regen, später recht freundlich mit Sonnenschein

Donnerstag: 6 bis 11 Grad, viele Wolken und teils starke Schauer, Sturmgefahr!

Freitag: 3 bis 7 Grad, aus Südwesten aufkommender starker Regen, Sturmgefahr!

Samstag: 8 bis 15 Grad, viele Wolken und immer wieder Regen, Sturmgefahr!

Sonntag: 2 bis 9 Grad, Aprilwetter mit vielen Wolken und Schauern, dazwischen auch mal Sonnenschein