Wichtiger Sieg gegen die kleinen Eisbären

„Endlich, nach langer Zeit ein klarer Auswärtssieg gegen die Eisbären“ mit diesem Fazit hatte Trainer Zdenek Travnicek die Lacher der Zuschauer auf seiner Seite, nachdem die Blue Lions am Abend auch das zweite Heimspiel des Wochenendes gewinnen konnten.

Das torlose erste Drittel drückte auch den Verlauf des Spieles aus. Keine der Mannschaften konnte ihre Torchancen verwerten. Allerdings kamen „andere“ Löwen aus der Kabine. Die Ansprache des Coaches schien gefruchtet zu haben.

In der 24. Spielminute gelang Jacub Wiecki der erste Treffer des Abends zum 1:0. Drei Minuten später konnte Markus Witting einen Pass direkt vor dem Berliner Tor verwerten. In Überzahl hatten Lars Müller und Tom Fiedler für den Verteidiger aufgelegt. Allerdings gelang Berlin noch in diesem Drittel der Anschlusstreffer, ebenfalls in Überzahl. Pausenstand 2:1.

Eine Minute nach Wiederanpfiff schwante den Leipzig-Fans unter den 925 Zuschauern nichts Gutes. Eisbär Martens gelang der Ausgleich zum 2:2 und das Spiel schien den Blue Lions fast zu entgleiten. Die erneute Führung durch Jozef Potac keine 30 Sekunden später sollte jedoch zum Knackpunkt werden. Dem 3:2 in Unterzahl ließ Tom Fiedler das 4:2 folgen, diesmal mit einem Spieler mehr auf Seiten der Blue Lions. Der Pass kam hinter dem Berliner Tor von Jiri Mikesz.

Fünf Minuten vor Ende der Partie konnte sich Michal Rohacik mit einem sehenswerten Schlagschuss vom Bullykreis in die Torschützenliste eintragen. Es war das dritte und letzte Überzahl-Tor der Blue Lions an diesem Abend. Den Schlusspunkt setzte Jiri Mikesz, der einen Querpass vor dem Berliner Tor zum Endstand von 6:2 abstauben konnte, nachdem Jacub Wiecki und Michal Rohacik die Vorarbeit geleistet hatten.

„Wir können uns bei unserem Goalie bedanken, dass wir nicht noch höher verloren haben. Vor allem nach dem guten Spiel gegen Rosenheim bin ich etwas enttäuscht“, analysierte der Coach der Gäste, Derek Meyer, die Partie. „Die Stürmer wissen, dass sie wieder treffen können. Das sollte Ihnen Selbstvertrauen geben“, zeigte sich Löwenbändiger Travnicek optimistisch für die nächsten Partien.