Widerstand gegen neue Öffnungszeiten der Nationalbibliothek

Der PromovierendenRat und der StundenInnenRat wenden sich in einem Brief gegen die neuen Öffnungszeiten der Nationalbibliothek. +++

Hintergrund: Ab März öffnet die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig erst um 10 Uhr statt wie bisher um 8 Uhr. Laut der Bibliothek ist die „Harmonisierung“ der Zeiten mit der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt/Main der Grund.

Für Studierende und Forscher laut dem PromovierendenRat „eine Musealisierung der Buch-, Wissens- und Archivbestände.“ und „All jenen, die nur morgens forschen können und nachmittags anderen Verpflichtungen nachgehen müssen (Lehre, Nebenjob, Familie) werden in Zukunft also zwei sehr produktive Stunden fehlen. Auch die Tageskarte ist somit mehrere Stunden weniger gültig.“, so der PromovierendenRat weiter.

Bereits am 13. Februar wurde ein offener Brief bezüglich der stark verkürzten Öffnungszeiten an die Direktion der Deutschen Nationalbibliothek verschickt. Darin heißt es weiter:

„Der StuRa und der PromovierendenRat der Universität Leipzig ermahnen die Generaldirektion, den Leipziger Direktor Michael Fernau und den Verwaltungsrat der Deutschen Nationalbibliothek und fordern die Beibehaltung der bisherigen Öffnungszeiten ab 8 Uhr! […] Nach den bereits vollzogenen Kürzungen an der Universitätsbibliothek Leipzig, halten wir dieses Vorgehen für  verantwortungslos gegenüber dem vielfach benachteiligten Wissenschaftsstandort Leipzig, dem ostdeutschen Raum und auch gegenüber der im Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek festgehaltenen Aufgaben der Einrichtung.

Wir bitten Sie hiermit eindringlich, die Präkarisierung des wissenschaftlichen Mittelbaus am Standort Leipzig nicht weiter zu verschärfen und die Kürzung der morgendlichen Öffnungszeiten für Leipzig rückgängig zu machen!“