Wie aus 1001 Nacht

Die eigenen vier Wände in orientalischem Stil einrichten

Der Orient, der einst als Morgenland und Raum der vorderasiatischen Hochkulturen galt, fasziniert mit seiner fernöstlichen Kultur, den reichhaltig gewürzten Speisen und einem exotisch-luxuriösen Einrichtungsstil. Wer sich den Orient und Okzident in die eigenen vier Wände holen möchte, erreicht bereits mit prunkvollen Accessoires und bestimmten Farbtönen sichtbare Veränderungen.

Bevorzugte Materialien im orientalischen Wohnstil

Der orientalische Wohnstil setzt zunehmend auf Textilien, wie auch Teppichen, die die Räumlichkeiten schmücken sollen. Diese bestehen überwiegend aus schweren, aber eleganten Stoffen wie Seide, Brokat, Baumwolle oder Organza. Auch Glasmosaik sowie Edelstahl-Accessoires ergänzen die hochwertigen Materialien. Möbel aus Holz sind ebenfalls verbreitet, solange der Werkstoff bemalt ist. Im Außenbereich ist der orientalische Wohnstil meistens durch bemalte Zementplatten oder Mosaiktische charakterisiert. Neben den synthetischen Materialien lebt der Wohnstil aus dem Orient von natürlichen Stoffen wie Holz, wolle oder Rattan.

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Orientalische Muster - von arabischen Schriftzeichen bis geometrische Formen

Reichhaltige Muster und Verzierungen sind typisch für den Orient, wobei auch die auffälligen Muster das Gesamtbild abrunden. Blüten, Ranken und Blätter verzieren die Räume ebenso wie geometrische Muster aus prächtigen Linien oder Netzen. Außerdem verwendet der orientalische Stil bevorzugt Stickereien, Kordeln oder Pailletten. Filigrane Verzierungen aller Art dürfen nicht fehlen, um im eigenen Zuhause ein Gefühl von 1001 Nacht zu erzeugen.

Orientalischer Wohnstil ist von warmen Farbtönen geprägt

Im Orient setzt man auf Farbvielfalt. Gefragt sind vor allem intensive Farbtöne wie Gelb, Rot, Orange oder tiefes Azurblau. Hinzu kommen exklusive Gold- und Silbertöne, die sich insbesondere auf Spiegeln, Vorhängen und Accessoires wiederfinden. Ein “Zuviel” an Farbe gibt es im Orient nicht, solange die Farbfamilie zueinander passt. Falls Farbtöne gemischt werden, sollte auf zueinander passende Schattierungen geachtet werden, beispielsweise in Kombinationen wie Rot-Orange oder Grün-Blau. Als Ausgleich zu den kräftigen Farben lassen sich erdige Töne wie Braun einsetzen. Auch Pastelltöne sind erlaubt, da sie unaufdringlich wirken und einem Raum mehr Ruhe geben.

Welche Möbel und Accessoires im Orient typisch sind

Orientalische Möbel vereinen scheinbare Gegensätze miteinander: Sie sind bunt und prunkvoll, gleichzeitig aber auch bequem und samtweich beschaffen. Um innerhalb der eigenen vier Wänden die orientalische Gemütlichkeit zu schaffen, sollten daher unterschiedliche Möbelstücke und Accessoires eingesetzt werden:

  • Flache Tische wie die “Opiumtische” holen das fernöstliche Feeling nach Hause.
  • Auch Bodenkissen und Poufs sind untrennbar mit dem orientalischen Einrichtungsstil verbunden
  • Als Accessoires bereichern beispielsweise Messing- oder Silberschalen als Teetabletts die Einrichtung.
  • Auch exotische Pflanzen dürfen in einem orientalischen Raum nicht fehlen. Hierbei setzen Orient-Liebhaber auf Kakteen oder Zitronenbäume.

Orientalischen Stil im Wohn- und Schlafzimmer umsetzen

“Mehr ist mehr” lautet das Motto beim orientalischen Wohnstil, sodass Protzen im Wohnzimmer absolut erwünscht ist. Satte Farben und opulente Stoffe dürfen im Überfluss vorhanden sein. Goldene Spiegel, Kerzenhalter und Teller als Wohnaccessoires bringen das fernöstliche Flair ebenso zum Ausdruck wie Kissen mit Ornamenten oder schwere Webteppiche.

Im Schlafzimmer darf es etwas sinnlicher zugehen. Idealerweise sollte die Farbwahl hier etwas dezenter ausfallen, wobei Gold- und Silbertöne durchaus erlaubt sind. Weiche Stoffe aus Seide oder Samt, kombiniert mit Metallic-Details, wirken hierbei besonders ansprechend.

Mit dem Licht spielen

Im Orient setzen wärmende Lichtspiele stimmungsvolle Akzepte. Deshalb kommt dieser Wohnstil nicht ohne Laternen, Lampen und Windlichter aus. Auch Windlichter sorgen in Innenräumen für dezenten Lichtschein und leiten die stimmungsvollen Lichtspiele ein. Auch ein künstlicher Sternenhimmel an der Decke kann im orientalischen Raum für Helligkeit sorgen.

Weitere Ideen für den fernöstlichen Stil

  • Zum Orient und Okzident gehört in der Moderne zweifelsohne die beliebte Wasserpfeife. Zwar hat sie sich ursprünglich in Indien herausgebildet, fand aber erst später im Osmanischen Reich großen Anklang und begann von dort aus im Laufe der Jahrhunderte Ihren Siegeszug in die ganze Welt. Heute kann man sogar solche Accessoires, wie eine Shisha im Internet kaufen, um damit das i-Tüpfelchen in seiner orientalischen Inneneinrichtung setzen oder mit Freunden zusammen ein bisschen zu dampfen. Da die Wasserpfeifen meistens sehr großzügige Maße haben, sollten sie im orientalisch eingerichteten Wohnzimmer als Eyecatcher platziert werden.
  • Auch in Nassräumen wie Küche und Bad lässt sich der orientalische Wohnstil etablieren. Gefragt sind hierbei Wand- und Bodenfliesen mit Ornamenten oder auch Bilder und kleine Accessoires, die das fernöstliche Lebensgefühl wiedergeben. Nicht immer müssen die Fliesen kunterbunt sein, da auch schwarzweiße Exemplare ein Stückchen Orient in die Küche oder ins Badezimmer holen.
  • Nostalgische Möbelstücke, die eigentlich längst ausgedient haben, finden prima in einer orientalisch eingerichteten Wohnung Platz. Alte Holztruhen lassen sich beispielsweise als Kommoden nutzen. Auch Perserteppiche, die ihre besten Zeiten eigentlich schon hinter sich haben, verdienen sich im fernöstlichen Wohnzimmer einen zweiten Frühling. Auf ihnen finden beispielsweise Matratzen, Sitzkissen oder Poufs mit Samt- oder Brokatbezügen Platz.