Wie eine Dresdner Künstlerin die Wende erlebte

Die Jahre 2009 und 2010 stehen auch in Dresden im Zeichen des Jubiläums der Wende und der Wiedervereinigung.

Die Dresdner Künstlerin Aini Teufel hat diese Zeit in einem Tagebuch dokumentiert. Aufgeschrieben für ihre Enkeltochter, die genau in diese bewegte Zeit in Dresden geboren wurde. 

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  Nachdenklich scheint Sara in die Zukunft zu schauen, geboren 1988 in Dresden, in eine Zeit des Umbruchs. Als die Dresdner Künstlerin Aini Teufel damals den Entschluss fasste, ein Tagebuch für ihre jüngste Enkeltochter zu schreiben, konnte sie von Wende und Wiedervereinigung noch nichts ahnen. Entstanden ist ein besonderes Zeitdokument, mit Presseartikeln, flüchtigen Notizen und langen Texten bis hin zu Zahlenspielen mit der neuen D-Mark.

Vor allem wie die Künstler in der DDR die Wende erlebt haben, hat die Malerin und Grafikern aufgeschrieben- mit allen Problemen, die dabei auftraten.

Interview Aini Teufel, Dresdner Künstlerin
Ausschnitt aus dem Tagebuch

Die kulturelle Infrastruktur war zusammen gebrochen, jeder musste sehen wie er überlebte. Doch Arbeitslosengeld beantragen funktionierte nicht.

Interview Aini Teufel, Dresdner Künstlerin
Ausschnitt aus dem Tagebuch

Als später dann auch Freischaffende Arbeitslosenhilfe beantragen konnten, die nächste Hiobsbotschaft. Aini Teufel und andere Künstler mussten sich für die Unterstützung verpflichten, nie wieder in ihrem Beruf zu arbeiten. Da kommt das Angebot an der Restaurierung der Sempergalerie mitzuarbeiten.

Interview Aini Teufel, Dresdner Künstlerin

Trotz aller Anfangsprobleme zieht die Dresdnerin Aini Teufel ein positives Wende-Fazit. Der Umbruch ermöglichte ihr neue künstlerische Wege, die Computerkunst, und natürlich das Reisen. Paris etwa. Plötzlich konnte sie in nur einer Nacht nach Paris reisen- und hatte doch ein ganzes Leben gebraucht, um hinzukommen. Und auch Dresden hat die Wende verändert- zum besseren.

Interview Aini Teufel, Dresdner Künstlerin
 
Noch sucht Aini Teufel nach einem Verlag für das „Tagebuch für Sara“. 2010 erscheint aber erstmal ein anderes Werk der begeisterten Tagebuchschreiberin- darin geht es um den Wiederaufbau der Semperoper, den sie als Restauratorin mitbegleitet hat.

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