Wie entwickelt sich der Strompreis?

Chemnitz – Ohne Strom und elektrische Geräte, die den Alltag erleichtern, ist ein Leben nur noch schwer vorstellbar. Gerade deshalb trifft uns die jährliche Erhöhung der Energiekosten häufig hart und sorgt für Unmut.

Doch wie genau setzen sich die Energiekosten zusammen?

Noch immer ist es so, dass regionale Unterschiede in den Netzkosten bestehen. Der Bundesrat hat nun am 07. Juli jedoch beschlossen, dass noch in diesem Jahr ein sogenanntes Netzentgeltmodernisierungsgesetz in Kraft treten soll. Dieses soll dafür sorgen, dass bis 2023 die Netznutzungsentgelte in Nord- und Ostdeutschland harmonisiert werden. Das hat zur Folge, dass die ungleichen Wettbewerbsbedingungen beseitigt werden und sich damit in Zukunft die Preise weitestgehend stabil gestalten.

Inbesondere die EEG-Umlagen – für erneuerbare Energien – sind verantwortlich dafür, dass die Strompreise jährlich steigen. Laut IHK Chemnitz könne dies auch weiterhin nicht verhindert werden, man setze sich jedoch dafür ein, Alternativen zu finden und aktiv auf ein Umdenken zu drängen. Im Fokus sollten dabei insbesondere die Änderung der Finanzierung der Energiewende und die Senkung der EEG-Umlage stehen.

Wie aus dem Positionspapier 2016 der IHK Chemnitz hervorgeht, wird zum einen die Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestniveau gefordert. Und zum anderen soll die EEG-Umlage bei einem bestimmten Wert gedeckelt werden. Für die Senkung der EEG-Umlage gibt es dabei drei Möglichkeiten.

Spätestens bis zum Jahr 2023 sollen sich dann nach Beschluss des Bundesrates die Netznutzungsentgelte aneinander angepasst haben. Welchen Effekt dies auf den Geldbeutel des Stromzählers haben wird, muss sich dann noch zeigen.