Wie gehts weiter mit dem Paulinum?

Leipzig – Das Paulinum in Leipzig ist eine der bekanntesten Universitätskirchen in ganz Deutschland. Schon im 13. Jahrhundert,  war die Einrichtung ein fester Bestandteil der Messestadt. Nach den Bombenangriffen im zweiten Weltkrieg, wurde das Gebäude 1962 wegen schweren Beschädigungen gesprengt.

Erst im Jahr 2005, entschied man sich zur Freude vieler Leipziger für einen Wiederaufbau. Doch leider verliefen die Bauarbeiten nicht wie geplant. Bis heute ist das Paulinum eine Großbaustelle. 6 Jahre nach der geplanten Eröffnung befindet man sich zwar kurz in den letzten Zügen des Bauprojektes. Ein Ende ist allerdings noch nicht in Sicht. Verantwortlich dafür sind die Epitaphien des Kirchengebäudes.

Der Übergang zwischen der Decke und den Glassäulen ist nämlich versetzt. Dieser Fehler muss in einem komplexen Prozess behoben werden.

Eine Lösung des Problems ist allerdings noch nicht gefunden. Zwar ist man gewillt, den Fehler zu beheben, um den Bau fortsetzen zu können. Entscheidend wird es allerdings, wie viel Zeit bei der Herstellung das Glases für die Epithen benötigt wird.

Die kalkulierten Gesamtkosten der Universitätskirche betragen insgesamt 117 Millionen Euro. Laut den verantwortlichen waren trotz mehrfacher Baustopps und der höheren Kosten sinnvoll, denn das Paulinum und das Augustheum stehen für die Geschichte und die Identität Leipzigs. Ob das Verhältnis zwischen Aufwand und Gewinn für die Stadt gerechtfertigt ist bleib allerdings fraglich.