Wie sicher kann ein Schulweg schon sein?

Chemnitz- Am 19. August startet für viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt: die Schulzeit. Häufig schwelgen Erwachsene in alten Erinnerungen über eine Zeit in der man noch unwissend und naiv war. Nicht ganz so lustig wie die Papierzettel, die man durchs ganze Klassenzimmer geworfen hat, sind die Herausforderungen, die bereits in der ersten Klasse auf die Schulanfänger zu kommen.

So zum Beispiel der Weg zur Schule. Oftmals befinden sich die Eltern selbst in festen Beschäftigungsverhältnissen und es bleibt kaum Zeit, die Kinder früh zur Schule zu bringen.

Wenn es Mama, Papa, die Großeltern oder andere enge Vertraute nicht schaffen, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen, bleiben nur noch zwei Alternativen: öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, oder sich mit eigener Kraft auf den Weg zu machen.

Für den Schulbus gibt es häufig einen kostenlosen Busausweis für die Kinder. Durch Beantragung eines solchen müssen die Kleinen nur noch lernen, wo ein- und ausgestiegen werden muss und welche Sicherheitsmaßnahmen am Bus zu beachten sind. Beispielsweise nicht einfach hinter dem Bus auf die Straße zu rennen.

Das Laufen stellt in diesem Zusammenhang die gesündeste Option für den Schulweg dar. Der Verein Verkehrsclub Deutschland informiert Schüler und ihre Eltern genau zu diesem Thema. Natürlich ist dies nicht nur förderlich für die Kinder, sondern auch in Umweltaspekten, die bessere Alternative zum Autoverkehr. Je weniger Autos zur Schule fahren, desto weniger Abgase entstehen. Außerdem bleibt viel Lärm und Hektik erspart.

Ob das Laufen auch statistisch gesehen sicherer für unsere Schulkinder ist haben wir bei der Polizei Chemnitz erfragt.

Dabei stellte sich heraus, dass im vergangenen Jahr 300 Kinder in Verkehrsunfälle involviert waren, wobei 256 auch verletzt wurden. Die meisten Verletzten gab es dabei als Mitfahrer in einem Pkw. Am zweit-häufigsten traf es Radfahrer und noch weniger Verletzte ließen sich als Fußgänger identifizieren.

Diese Statistik erweckt den Anschein, dass das Laufen tatsächlich am sichersten ist. Im Jahr 2018 gab es 3 Todesfälle aufgrund von Verkehrsunfällen. Die Kinder waren alle als Fußgänger unterwegs. Insgesamt betrachtet kann man die Unfälle nicht zu 100 Prozent verhindern, in dem man sein Kund zu Fuß in die Schule schickt.

Allerdings gibt es verschiedene Maßnahmen und Trainings, wie man sein Kind auf den Verkehr vorbereiten kann. Kinder lernen durch Vorbilder. Die wichtigsten Personen sind dabei die Eltern. Damit alle Kinder wieder sicher nach Hause kommen, sollte man darauf achten, nie in Hektik oder Unzurechnungsfähigkeit Auto zu fahren und den Kindern früh genug die richtigen Hinweise mit auf den Weg zu geben.