Wie sicher sind Chemnitzer Straßen für Radfahrer?

Chemnitz – Wie sicher sind die Chemnitzer Straßen für Radfahrer? Aus Sicht des ADFC ist Radfahren nicht wesentlich unsicherer als Autofahren. So sei in Chemnitz das Unfallgeschehen mit Fahrrädern nicht übermäßig groß.

Gerade einmal an rund drei Prozent aller Unfälle im Jahr 2016 waren Radfahrer beteiligt. Dies geht aus einer Statistik hervor, die von der Stadt Chemnitz auf Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen veröffentlicht wurde. Demnach sind seit 2012 die Unfallzahlen relativ stabil geblieben. Als Ursachen für Unfälle, die durch PKW verursacht wurden, zählt die Stadt Chemnitz unter anderm Fehler beim Abbiegen nach links und rechts sowie Missachtung von Vorfahrtsregelungen.

Aber auch Kreuzungsbereiche stellen Unfallschwerpunkte dar. Gerade an der Stollberger Straße/ Haydnstraße kam es bereits mehrfach zu Unfällen zwischen PKW und Radfahrern. Eine große Gefährdung für geradeaus fahrende Radfahrer sieht der ADFC in Rechtsabbiegern.

Eine Entschärfung solcher Gefahrenpunkte kann beispielsweise durch eine unterschiedliche Ampelschaltung für Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer erreicht werden. In Chemnitz wird das unter anderem an der Kreuzung Waisenstraße/ Bahnhofstraße bereits umgesetzt. Der ADFC plädiert zudem für Geschwindigkeitsbegrenzungen in gefährlichen Bereichen. Insgesamt bewertet der ADFC ist die Situation für Radfahrer in Chemnitz als durchwachsen. So sei die Verkehrsführung nicht immer sinnvoll gestaltet.

Schuld an den Unfällen mit Radfahrern haben aber nicht nur die Autofahrer. So zeigen die veröffentlichten Zahlen der Stadt Chemnitz, dass im Jahr 2016 rund 160 Unfälle durch Radfahrer verursacht wurden. Ursache dafür waren unter anderem unangepasste Gesachwindichkeiten, Missachtung von Ampeln und Fahren unter Alkoholeinfluss.