Wieder weniger Ausbildungsverträge in Sachsen

 Zum Ende des aktuellen Berichtjahres gibt es noch über 1000 unbesetzte  Lehrstellen im Freistaat – für Unternehmen wird es zunehmend schwerer geeignete Azubis zu finden. +++

Die Situation auf dem sächsischen Ausbildungsmarkt ist nahezu ausgeglichen.
Von Oktober 2012 bis September 2013 haben in Sachsen insgesamt 21.150 Jugendliche mit Hilfe der Berufsberatung einen Ausbildungsplatz gesucht. Im gleichen Zeitraum waren 20.040 Berufsausbildungsstellen zur Besetzung bei den Agenturen für Arbeit angemeldet.
 
Aktuell sind noch über 900 Jugendliche im Freistaat auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz – dem gegenüber stehen gut 1300 freie Stellen.

Und dennoch werden auch in diesem Jahr viele Stellen unbesetzt bleiben – und das nicht nur aufgrund des demographischen Wandels. Seit Jahren ist die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge rückläufig.

O-Ton Jutta Cordt, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (im Video)

Dafür müsse vor allem die öffentliche Wahrnehmung der dualen Berufsausbildung wieder verbessert werden. Immer mehr Jugendliche ziehen der Lehrstelle ein Hochschuldstudium vor.

O-Ton Jörg Dittrich, Präsident Handwerkskammer Dresden (im Video)

Mit Imagekampagnen oder kostenlosen Nachhilfestunden für leistungsschwächere Jugendliche soll versucht werden, die Attraktivität von Ausbildungsberufen zu erhöhen – und auch das Lohnniveau könnte bald steigen.

Noch bis Dezember finden in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern übrigens Nachvermittlungsaktionen für die noch offenen Berufsausbildungsstellen statt.