Wiederaufnahme von Manon Lescaut an der Oper Leipzig

Am 22. Februar kehrt Giancarlo del Monacos Erfolgsinszenierung Manon Lescaut zurück auf die Leipziger Opernbühne. +++

Doch bevor es soweit ist, müssen die Sänger und das Orchester das Stück proben. Die musikalische Leitung übernimmt dabei der stellvertretende Generalmusikdirektor Anthony Bramall. Als Dirigent muss er sowohl die Musiker, als auch die Sänger und den Chor miteinander in Einklang bringen.

Manon Lescaut wurde zuletzt vor fünf Jahren an der Oper Leipzig aufgeführt. Die meisten Musiker kennen das Stück noch aus dieser Zeit. Für Anthony Bramall ist es das erste Mal, dass er das Stück an der Oper Leipzig dirigiert. Das Besondere an dieser Aufführung ist, dass es sich dabei um die Urfassung handelt, welche Puccini selbst später revidierte. Somit ist vor allem die Vorbereitung für den Dirigenten enorm wichtig.

Als Dirigent muss er die Partitur sehr gut kennen. Denn nicht nur die Musiker, auch die Sänger achten auf ihn. Um die Probenzeit bestmöglich zu nutzen, organisierte er die Proben von Anfang an als Sitzproben. Das Orchester probt also direkt mit den Sängern und dem gesamten Chor.

Der Dirigent gibt das Tempo vor und muss gleichzeitig erkennen, wenn etwas nicht so klingt, wie es klingen soll und binnen Sekunden analysieren, warum es noch nicht so klingt. Er muss in der Lage sein, mit wenigen Worten seine exakten Änderungswünsche zu kommunizieren, da die Zeit für die Proben oft knapp bemessen ist.

Neben der Aufführung am Samstag wird das Stück noch an drei weiteren Abenden in der aktuellen Spielzeit zu sehen sein.