Wiederbelebung alter Kfz-Kennzeichen

Die Liebe zur Heimat kann man unter anderem durch sein Kfz-Kennzeichen ausdrücken.

Schließlich ist das Nummernschild am Auto für viele Deutsche ein deutlicher Beweis von regionaler Verbundenheit. In den vergangenen Jahren wurde das unter anderem in Sachsen immer weiter eingeschränkt, jetzt rudern die Verkehrsminister der Länder aber offenbar zurück.

Eines haben all diese Nummernschilder gemeinsam, es gibt sie nicht mehr. Oder vielleicht doch, so wie das für Mittweida. Die Kreisstadt in Mittelsachsen verlor es 2008 aufgrund der Kreisreform.

Inzwischen wurde allerdings der erste Schritt für eine Rückkehr zu den alten, regionalen Kennzeichen getan. Die Verkehrsministerkonferenz der Länder stimmte mehrheitlich für eine Wahlfreiheit bei den Kennzeichen. Die Autofahrer sollen selbst entscheiden können und somit ein Stück genommener Identität zurückerhalten. 

Interview: Matthias Damm – Oberbürgermeister Mittweida

So wie bei Klaus Schlenzig aus Mittweida. Wenn er in sein neues Auto steigt, ist nicht wirklich glücklich. Denn daran klebt im Kennzeichen ein FG.

Interview: Klaus Schlenzig

Als nostalgische Kleinstaaterei, so bezeichnen manche den Wunsch nach den alten Kennzeichen, in Mittweida sieht man das etwas anders. Denn ein regionales Kfz-Kennzeichen ist auch ein guter und vor allem kostenloser Werbeträger für die Region. 

Interview: Matthias Damm – Oberbürgermeister Mittweida

Der Wunsch, das alte Kennzeichen zu behalten ist nicht neu und Mittweida ist nicht die einzige Kommune. Aus diesem Grund gab es auch eine Zusammenarbeit mit den anderen betroffenen Städten.

Interview: Matthias Damm – Oberbürgermeister Mittweida

383 unterschiedliche Ortskennzeichen gibt es im Moment in Deutschland. Etwa 300 könnten dazu kommen, wenn die Kommunen und Landkreise ihre alten Kennzeichen wieder einführen würden. Dann wäre auch Klaus Schlenzig sicher wieder mit seinem geliebten MW Kennzeichen am Auto unterwegs.