Wild Boys Chemnitz schlagen sich achtbar

In der Eishockey-Oberliga Staffel Ost mussten die Chemnitzer Wild Boys am Wochenende gegen den Spitzenreiter Saale Bulls Halle antreten.

Dabei zeigten die Chemnitzer vorallem im Schlußdrittel eine starke Leistung aber dennoch hieß es am Ende 3:6 aus Sicht der Gastgeber.

Durch Halle als den klaren Favoriten in diesem Spiel wurde von Anfang an ein sehr schnelles und rasantes Eishockey vorgelegt, wobei die Wild Boys jedoch erstaunlich gut mithalten konnten.

In den ersten acht Minuten war das Kräfteverhältnis auf dem Eis durchaus ausgeglichen, bevor den brandgefährlichen Hallensern der Führungstreffer durch Lupzig gelang. Nun übernahmen die Saale Bulls zwar die Spielführung und hielten sich vermehrt im Chemnitzer Drittel auf, wurden jedoch durch den sehr konzentriert arbeitenden Louis-Vincent Albrecht im Chemnitzer Kasten und die Chemnitzer Abwehr von weiteren Treffern abgehalten.

So ging man mit einem Spielstand von 0:1 in die Pause.

Im zweiten Drittel spielte Halle noch offensiver und setzte Chemnitz stark unter Druck. In der 5. Minuten fiel dadurch das 2:0 für Halle. Doch Boys antworteten zwei Minuten später mit dem Anschlußtreffer durch Georg Albrecht.

Doch im weiteren Verlauf dominierte der Spitzenreiter immer mehr die Partie und schoss so folgreichtig noch drei weitere Treffer bis zur Drittelpause.

Torsten Buschmann bewerte das Spiel zu diesem Zeitpunkt so: „Wie so oft haben wir im schwachen 2. Drittel die Punkte abgegeben. Wir haben im ganzen Spiel sehr gutes Forchecking gespielt und uns im Angriffsdrittel viele Scheiben erarbeitet. Im Mitteldrittel haben wir aber defensiv zu schwach agiert. Halle hat die wenigen guten Chancen effektiv genutzt.“ 

Im Schlußdrittel zeigten die Chemnitzer dann noch einmal Kampfgeist und verkürzten erneut durch Georg Albrecht auf 2:5 (46.) und drei Minuten später erzielte Veit Holzmann das 3:5 aus Sicht der Gastgeber. Wobei das Tor für die Wild Boys in in doppelter Unterzahl fiel.

In den Schlußminuten spielten die Chemnitzer dann weiter zielstrebig Richtung Tor von Halle aber ohne jedoch noch einen weiteren Treffer zu markieren.

Als die Wild Boys in den letzten Minuten den Torwart vom Eis nahmen kassierten sie dann noch das 3:6, was auch gleichzeitig den Endstand bedeutete.

Torsten Buschmann sagte zum Spielverlauf: „Im letzten Drittel hat die Bande gefiebert. Ich denke, auch die Leute im Stadion haben mitgefiebert. Es wäre möglich gewesen, dass wir hier noch etwas ‚ziehen‘. Das hatte ich vorher nicht geglaubt. Ich habe in der Kabine gesagt, dass wir noch ein Tor schießen müssen. Wir haben gehofft, dass Halle dann etwas kippt und genauso ist es dann auch eingetreten. Wir machen das 3:5, hätten mit etwas Glück sogar das 4:5 gehabt. Dann haben wir uns aber selbst mit den letzten Strafen aus dem Rennen genommen. Wir haben ein gutes Spiel geleistet.“ 

Stenogramm:

8:59, 0:1, Lupzig (Miklik, Zille)
25:58, 0:2, Slanina (Kolozvary, Bigam)
28:06, 1:2, Albrecht (Lüsch, Pietsch)
28:42, 1:3, Miklik (Rusch, Zille)
31:15, 1:4, Zille (Miklik, Schmitz)
39:05, 1:5, Schmitz (Slanina, Kolozvary)
45:28, 2:5, Albrecht )Rentzsch, Trautmann)
48:57, 3:5, Holzmann (Trautmann, Albrecht), Unterzahl-2
57:14, 3:6, Wunderlich (Miklik, Slanina), Empty-Net

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