Wild Boys erkämpfen vierten Saisonsieg und kehren auf die Erfolgsspur zurück

Mit einem hart erkämpften 6:5 (4:3,1.1,1:1) Sieg kehrten die Wild Boys von ihrem zweiten Spiel bei FASS Berlin zurück.

Nur ca. 20 Stunden nach der Niederlage in Erfurt standen die Chemnitzer nun also erneut auf fremden Eis. Dabei konnte Coach Jozef Kovacik auf nur 12 Feldspieler zurückgreifen. Kurzfristig fiel mit Martin Maskarinec auch noch ein Leistungsträger aus.

Nach dem Erfurtspiel, welches er bekanntlich schon angeschlagen absolvierte, reichte es einfach nicht mehr für ein zweites Spiel in so kurzer Zeit. Doch was die Chemnitzer aus der Situation machten war aller Ehren wert.

Man ging vor knapp 200 Zuschauern couragiert in die Partie und hatte auch die erste Chance, doch den ersten Treffer erzielten die Berliner. Dem ehemaligen Spielertrainer Benjamin Hecker gelang in der vierten Minute die 1.0 Führung. Nur eine Minute später besorgte Jugendspieler Michael Stiegler mit seinem ersten Treffer für die Männermannschaft den schnellen Ausgleich. Nun sollte es ein offener Schlagabtausch werden. Der erstmaligen Chemnitzer Führung durch Petr Hrbek folgte durch Fabio Patrzek der Ausgleich zum 2:2. Dann war es Milan Antos der das 3:2 für die Wild Boys besorgte. Auch diesmal hielt die Führung nicht lange und die Akademiker glichen durch Benjamin Hecker erneut aus. Als alles nach einem Pausenremis aussah gelang es Kevin Geier die Blau-Gelben zum dritten Mal in Führung zu bringen.

Im Mitteldrittel standen beide Torhüter wieder im Brennpunkt. In der 26. Minute war dann Tim Schnelle geschlagen und die Berliner hatten wieder ausgeglichen. Die Wild Boys liessen es jedoch nicht zu das die Gastgeber die Partie drehen konnten und sorgten durch Petr Hrbek wiederum für eine Führung. Weitere Treffer sollten in diesem Drittel nicht fallen, wobei Chancen dazu vorhanden waren. Die größte hatte Petr Hrbek kurz vor der Pausensirene. In Unterzahl erwischte er einen Pass und machte dann fast alles richtig. Er spielte den Berliner Keeper in gewohnter Manier aus, setze die Scheibe dann jedoch an den Pfosten. So blieb das Spiel weiter spannend.
Im Schlussabschnitt dann erstmals eine Zwei-Tore-Führung für die Wild Boys. Endlich gelang es eine Überzahl zu nutzen, dabei war es David Seidl vorbehalten den Fördelizenzkeeper der Eisbären, im Kasten der Berliner, zu überwinden. Nun mussten die Gastgeber noch mehr riskieren. Schließlich wollte man nach fünf Spielen ohne Sieg endlich Punkte auf die Habenseite bringen. Dies machte natürlich den Chemnitzer Fans Hoffnung auf Kontermöglichkeiten. Eine davon hatte wiederum Petr Hrbek, der aber am großartig reagierenden Benjamin Nitschke scheiterte. So war es dann Benjamin Hecker mit seinem dritten Treffer, der Spiel wieder völlig offen gestaltete. Den Wild Boys merkte man nun an das die beiden Partien in so kurzer Zeit ihre Spuren hinterlassen hatten. Doch nun kämpfte jeder für jeden und man brachte mit viel Glück und Geschick den knappen Sieg über Zeit. Dabei nutze es den Akademiker auch nichts mehr ihren Keeper in der Schlussphase vom Eis zu nehmen.

Am Ende sprach der Chemnitzer Coach von einem heroischen Sieg seines Teams. Diese geschlossen kämpferische Leistung und Einstellung der Mannschaft lässt Aufsteiger Chemnitz wieder von den Play-Offs träumen. Auch wenn die Saison noch lang ist, die bisher erzielten 12 Punkte sind den Chemnitzern nicht mehr zu nehmen.

Am nächsten Wochenende wartet dann das brisante Derby im Schönheider Wolfsbau auf die Wild Boys. Auch wenn man hier als absoluter Außenseiter zum Vorjahresmeister fährt, das Team ist für jede Überraschung gut und wird sich nicht verstecken. Dabei hofft die Mannschaft auf reichliche FAN Unterstützung im Erzgebirge.