Wild Boys verpassen Überraschung in Berlin

Mit mehr als einem Rumpfteam zogen sich die Wild Boys bei den Preussen eine 8:5 (1:1,4:1,3:3) Niederlage zu.

Auch wenn die Preussen am Ende verdient gewonnen haben, wäre mit etwas mehr Disziplin gar ein Punkt möglich gewesen.

Die Preussen begannen gleich mit viel Druck auf das Gehäuse von Tim Schnelle, der sich aber zunächst nicht überwinden ließ. Das es lange im 1. Drittel weiter 0:0 stand lag auch daran das Oliver Ciganovic nur die Latte des Chemnitzer Kastens traf. Dann Mitte des Drittels der erste richtig gefährliche Schuss in Richtung Björn Leonhardt. Dann die erste Überzahl für die Wild Boys und gleich wurde es gefährlich. Zunächst scheiterte Milan Antos, ehe wenig später Petr Hrbek zur Stelle war und Chemnitz doch sehr überraschend mit 1:0 in Führung brachte. Die Freunde währte jedoch nicht lange. Im Gegenzug glichen die Gastgeber durch Paul Konietzky zum 1:1 aus. Da beider Keeper gut aufgelegt waren sollte es mit diesem Unentschieden in die Kabinen gehen.

Auch im Mitteldrittel hatten die Preussen mehr vom Spiel und Chemnitzer war nur mit Kontern gefährlich. Irgendwie merkte man den Preussen, die ihr letztes Spiel am 19.12.08 hatten, die lange Spielpause an. In der 27. Minute war es dann aber geschehen. Der am heutigen Tage sehr gut aufgelegte Philip Reuter lies sich nicht beirren und brachte die Berliner mit 2:1 in Führung. Wenig später eine angezeigte Strafe für Chemnitz und Kay Hurbanek nutzte die Situation zum 3:1. Kurz darauf musste Eric Nicolai auf die Strafbank und die Preussen zogen durch Jan Schertz auf 4:1 davon. Als dann Marvin Krüger bei Chemnitzer Überzahl mit einem Shorthander das 5:1 besorgte war es um die Wild Boys eigentlich geschehen. Selbst nach dem schnellen 5:2 durch Kevin Geier gab wohl keiner mehr etwas auf die Chemnitzer.

Dann das letzte Drittel. Die Berliner waren sich wohl schon zu sicher und ließen die Wild Boys ins Spiel kommen. Auf Chemnitzer Seite nahm man diese Einladung gerne an und machte nun das Spiel. Als sich die Berliner dann auch noch Strafzeiten einfingen nutzen Milan Antos und Petr Hrbek diese Situationen um die Wild Boys auf 5:4 heran zu bringen. Urplötzlich war wieder Spannung in einem Spiel, welches eigentlich schon entschieden schien. Als Marcus Löffler in der 51. Minute den 5:5 erzielen konnte, keimte bei den Chemnitzern Hoffnung auf vielleicht noch einen Punkt in Berlin zu holen. Leider machten wieder einmal individuelle Fehler in der eigenen Abwehr diese Hoffnung schnell wieder zu Nichte. Immer wieder der Blick zur Uhr und dann war es doch geschehen. Stefan Leciejewski steht frei vor Tim Schnelle und hat wenig Mühe die Preussen wieder in Führung zu bringen. Nur eine Minute später erneuter Aussetzer in der Chemnitzer Hintermannschaft und Marvin Krüger sorgte mit dem 7:5 für die Vorentscheidung. Die Wild gaben aber noch längst nicht auf und hatten eine weitere Riesenchance. Zwei Minuten vor Schluss noch mal Strafe für Preussen und Jozef Kovacik zog die letzte Option und opferte Tim Schnelle für einen weitern Stürmer. Leider stand den Chemnitzern das Glück nicht zur Seite und die Berliner kamen an die Scheibe. Nun hatte Yann Jeschke wenig Mühe den Puck ins verwaiste Chemnitzer Gehäuse zu schieben.

Sollte am nächsten Freitag (16.01., 19:30 Uhr) beim Heimspiel gegen Erfurt an diese Leistung angeknüpft werden, dann darf man vielleicht auch nach Spielschluss wieder einmal jubeln.

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