„Wilde Fünf“ zeigen sich in Oberrabenstein

Chemnitz- So niedlich, aber nicht zum Streicheln. Die fünf Wildkatzen-Babys, die zu Ostern im Wildgatter Oberrabenstein in Chemnitz geboren wurden, kommen nun immer öfter aus ihrem Häuschen und toben wie kleine Fellbälle durchs Gehege.

Da Wildkatzen vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv sind, passiert das leider oftmals unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie der Zeitstempel der festinstallierten Kamera im Wildgatter zeigt. Bereichsleiter Mathias Wagner hat die Tiere schon oft beobachtet und konnte nun auch das Geschlecht feststellen. Der stattliche Wurf besteht aus einem Kater und vier Katzen.

Für den vierjährigen französischen Kater und die zweijährige Katzendame aus der Schweiz ist es aber der erste gemeinsame Nachwuchs und für das Wildgatter ein guter Neubeginn. Das alte Gehege wurde durch Schneebruch zerstört, erst seit November werden die beiden hier gehalten. Namen haben sie, wie auch der Nachwuchs, übrigens nicht. Und das hat auch mit ihrer wilden Art zu tun. Die Europäische Wildkatze gleicht zwar äußerlich ihren zahmen Verwandten, doch vom Wesen her unterscheiden sie sich stark zu unseren Stubentigern und lassen sich nicht zähmen.

Wer die Wilden Fünf im Wildgatter Oberrabenstein beobachten will, darf nicht zu lange warten. Der Nachwuchs wird Chemnitz verlassen, mit welchem Ziel, entscheidet der Europäische Zuchtbuchführer. Frühestens in einem halben Jahr könnten sie Chemnitz verlassen.