Wilhelm-Ostwald-Gymnasium Leipzig mit Karg-Preis ausgezeichnet

Aus den 21 bundesweit eingegangenen Bewerbungen wurde neben dem sächsischen Gymnasium auch das Hoch-Begabten-Zentrum Rheinland in Brühl ausgezeichnet. +++

Beide Einrichtungen erhalten jeweils 25.000 Euro für die Arbeit mit hochbegabten Kindern und Jugendlichen.

Das Wilhelm-Ostwald-Gymnasium überzeugte mit seinem Billardprojekt die Jury. Unter dem Motto: „Von Kugeln, Köpfchen und kleinsten Teilchen“ sind Schüler, die durch Lern- und Verhaltensstörungen ihre Begabungen nicht entfalten können, auf einem ungewöhnlichen Weg wieder an schulisches Lernen herangeführt worden. Im Nachmittagsbereich oder als Ferienakademie haben die Schüler mit Billard naturwissenschaftliches Wissen auf höchstem Niveau vermittelt bekommen.

Die Jury würdigte besonders die gelungene Verbindung von fachlicher Hochbegabtenförderung im MINT-Bereich mit ganzheitlicher Persönlichkeitsbildung gerade für schwierige Begabungen.

„Mit Hilfe des Preisgeldes soll das Projekt ausgebaut werden. Eigene Räume sollen zukünftig der Billard-Lernwerkstatt eine offene Lernumgebung ermöglichen, die Zusammenarbeit mit Grundschulen und Eltern soll intensiviert und erworbenes Wissen an andere Schulen weitergegeben werden“ freuen sich Dr. Steffen Jost, Schulleiter des Gymnasiums, sowie Dr. Heike Hagelgans, Leiterin des Billard-Projekts.

Der Karg-Preis wird seit 2009 verliehen und zeichnet in zweijähriger Folge Modellprojekte in der Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher aus. Er ist mit insgesamt 50.000 Euro einer der höchstdotierten deutschen Bildungspreise.

Der Preis wird am 29.11. in Frankfurt am Main übergeben.