Winterchaos im Oktober: Autobahn muss geräumt werden

Der Winter hat seine Visitenkarte in Sachsen abgegeben. In der Autobahnmeisterei Plauen sind bereits seit drei Tagen die Räum- und Streufahrzeuge rund um die Uhr im Einsatz.

„Wir haben ständig vier Fahrzeuge draußen“, berichtet Meister Dirk Jöchel. Sie streuen vorbeugend Salz. Die Räumschilde mussten bislang noch nicht eingesetzt werden. Anders in der Autobahnmeisterei Dresden Nickern, unter anderem zuständig für die A17 bis zur tschechischen Grenze. „Da oben lagen Donnerstagmorgen zehn Zentimeter Neuschnee“, berichtet der diensthabende Meister Stefan Reich. Zwei Raumfahrzeuge fahren dort seit Mittwochabend im Zwei-Stunden-Rhythmus in Staffel.

Das heißet, zwei Fahrzeuge fahren parallel, leicht versetzt und räumen so mit Tempo 60 die Doppelspur von Schnee frei. Bei Ronny Hamann von der Meisterei Weißenberg geht es noch etwas ruhiger zu. Er hat momentan nur ein Auge auf den Burkauer Berg an der A4. „Auf der Pulsnitzer Seite liegt in der Regel mehr Schnee als auf der Burkauer“, weiß er aus Erfahrung. Der Berg ist eine richtige Wetterscheide. Hamann sorgt dafür, dass an keiner Seite zu viel Schnee liegen bleibt. Dank vorbeugendem Streuen ist es allenfalls etwas Matsch. Die Meister in Nordsachsen vermelden allenfalls Niesel oder Regen. Zu Kontrollfahrten sind sie alle unterwegs.

Allgemein heißt es: Dieser Wintereinbruch ist optimal. Man kann sich eingewöhnen. 200 Mitarbeiter und 63 Fahrzeuge haben sich für den Winterdienst auf Sachsens 543 Kilometer Autobahn gewappnet. Hallen und Silos sind mit 10.000 Tonnen Streusalz gefüllt.

Quelle: Autobahnamt Sachsen

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