Wirtschaftliche Lage in Region Chemnitz stabil

Trotz Unsicherheiten rechnen die Unternehmen der Region Südwestsachsen in den kommenden Monaten mit guten Geschäftsaussichten.

Das geht aus der gemeinsamen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Handwerkskammer hervor. Demnach bewerten mehr als neun von zehn Betrieben ihre wirtschaftliche Lage als gut oder befriedigend.

Allerdings wurde die Umfrage vor dem Abgas-Skandal bei VW durchgeführt. Dies hätte sicher im stark von der Automobilindustrie geprägten Raum Südwestsachsen in bestimmten Branchen Eintrübungen beim Geschäftsklima ergeben.

Interview: Franz Voigt, Präsident IHK Chemnitz

Im Kfz-Handwerk könnte die groß angelegte Rückrufaktion von Volkswagen wie ein Konjunkturpaket wirken.

Allgemein blicken die Handwerksbetriebe sehr positiv in die Zukunft. Laut Kammer befinden sich die Einschätzungen der Unternehmen auf einem Allzeithoch.

Interview: Dietmar Mothes, Präsident Handwerkskammer Chemnitz

Als größte Risiken für die Konjuktur sehen die Unternehmen derzeit einen möglichen Einbruch der Inlandsnachfrage, hohe Arbeitskosten und weiterhin den Fachkräftemangel.

Gerade bei der Nachfrage von Arbeitskräften hofft die regionale Wirtschaft in Zukunft auch auf anerkannte Asylsuchende zurück greifen zu können, sobald die Rahmenbedingungen dafür gegeben sind.

Interview: Franz Voigt, Präsident IHK Chemnitz

An der Herbstumfrage der beiden Kammern beteiligten sich rund 2.000 Unternehmen aus den Städten Chemnitz und Zwickau, dem Erzgebirgskreis, dem Landkreis Mittelsachsen und dem Vogtlandkreis.