Wirtschaftskrise in Sachsen überwunden

Sachsens Industrie mit positiver Halbjahresbilanz gegenüber 2009. Allein im Vergleich zum Mai nahm der Umfang der getätigten Geschäfte im Juni um 13 Prozent zu. Mehr Informationen dazu unter www.dresden-fernsehen.de +++

Mit rund 4,3 Milliarden € Gesamtumsatz erwirtschafteten die 1229 monatlich berichtspflichtigen Betriebe Sachsens im Juni 2010 ein beachtliches Monatsergebnis. Im Vergleich zum Vormonat nahm der Umfang der getätigten Geschäfte um 13,0 Prozent zu. Sowohl das Geschäft mit ausländischen Kunden (16,2 Prozent) als auch das Geschäft im Inland (11,1 Prozent) zogen im letzten Monat des ersten Halbjahres erkennbar an und wiesen nominal ein Niveau wie vor Beginn der Wirtschaftskrise auf. An der positiven Entwicklung partizipierten fast ausnahmslos alle Branchen.

Lediglich im Bereich der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (-7,6 Prozent) sowie im Sonstigen Fahrzeugbau (-4,1 Prozent) wurden die Umsatzkennzahlen aus dem Vormonat nicht wieder erreicht. Am Ende des ersten Halbjahres wurden auch deutlich mehr Erzeugnisse und Leistungen umgesetzt als im Juni 2009 (13,2 Prozent). Während sich die Mehrzahl der Branchen erkennbar im Aufwind befinden, kämpften Bereiche wie u. a. der Sonstige Fahrzeugbau, der Bereich Herstellung von Bekleidung oder auch der Maschinenbau um einen Anschluss an im Vorjahresmonat erzielte Kennzahlen.

In der Summe der ersten sechs Monate 2010 belief sich der Industrieumsatz auf 22,9 Milliarden €, reichlich 2,55 Milliarden € bzw. 12,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2009. Beim Geschäft im Inland konnte ein Plus von 7,1 Prozent bzw. rund 950 Millionen € konstatiert werden.

Bedingt durch den schwachen Euro belebte sich das Auslandsgeschäft deutlich schwungvoller. Der Wert der im Betrachtungszeitraum 2010 exportierten Erzeugnisse lag um mehr als ein Fünftel bzw. rund 1,6 Milliarden € höher als im Vergleichszeitraum 2009. 
Der Export hat sich im ersten Halbjahr 2010 als Zugpferd für die sächsische Industrie erwiesen. „Nach wirtschaftlich schwierigen Monaten hat sich Sachsens Industrie kraftvoll auf den internationalen Märkten zurückgemeldet“, so Wirtschaft- und Arbeitsminister Sven Morlok (FDP). „Bei aller Freude über das Plus von 22,8 Prozent dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, dass das Wachstum auf den Weltmärkten weiterhin mit Unsicherheiten verbunden ist. Zusätzliche Belastungen, wie beispielsweise die von der Bundesregierung geplante höhere Energiesteuer für energieintensive Branchen, können die Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen und den Aufschwung lähmen.“   

Zum Vergleich:

Export 1. Halbjahr Industrie Sachsen: + 22,8 %;
Neue Länder m. Berlin: + 15,2 %,
Deutschland + 19,8 %

Quelle: STATISTISCHES LANDESAMT DES FREISTAATES SACHSEN

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