Wirtschaftsminister auf Hannover Messe

Dresden – Noch bis zum 28. April präsentieren sich rund 130 Aussteller aus Sachsen auf der Hannover Messe, der bedeutendsten Industriemesse der Welt. Wirtschaftsminister Martin Dulig macht sich heute bei einem Rundgang ein Bild vom Angebot der sächsischen Aussteller und besucht ausgewählte Stände. Neben den Entwicklungen aus den Bereichen Digitalisierung und Industrie 4.0. legte Minister Dulig seinen Schwerpunkt in diesem Jahr auf das Thema E-Mobilität.

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Am Stand der SAENA (Halle 27, Stand E51) informiert sich Staatsminister Martin Dulig über Themen wie Ladeinfrastruktur, Batterie und Leichtbau aber auch zu den sächsischen Aktivitäten im Themenfeld Intelligenter Verkehrssysteme. Für Besucher gibt es einen e-Golf der neusten Generation aus sächsischer Produktion zu sehen.

Wirtschaftsminister Dulig: „Elektromobilität wird ein Schlüsselthema der Zukunft sein, worauf sich unsere Unternehmen im Freistaat vorbereiten. Wir haben erkannt, dass wir diesen Wandlungsprozess in unserer Wirtschaft aktiv begleiten müssen, um Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Elektromobilität leistet einen immer wichtigeren Beitrag zur nachhaltigen und ökologischen Gestaltung des Individual- und vor allem des öffentlichen Personennahverkehrs. Beispiele sind die Elektro-Buslinie 79 in Dresden oder das Hybrid-Schienenfahrzeug Eco-Train der Erzgebirgsbahn. Auch der sächsische Fuhrpark wird verstärkt auf Elektrofahrzeuge umgestellt.“

Insgesamt wurden im Schaufenster „ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET“ 40 vorbildliche Konzepte erarbeitet. In vielen Projekten ging es um kluges Energiemanagement im Fahrzeug und letztlich um Energieeffizienz im Verkehrswesen. Die Schlussfolgerung dieser Projekte mündeten unter anderem in der sächsischen Strategie „Synchrone Mobilität 2023“, welche den Boden für autonomes Fahren „Made in Saxony“ ebnen soll.

„Erste Ergebnisse können wir bereits vorweisen“, so Minister Dulig. „In Leipzig läuft der als reines Elektrofahrzeug konzipierte und erstmalig im Massenmarkt mit einer Carbonkarosse ausgestattete BMW i3 mit seinem Bruder i8 vom Band. In enger Nachbarschaft dazu werden die Plug-in-Hybride von Porsche elektrifiziert. Und seit wenigen Tagen produziert die Volkswagen AG ihren e-Golf in Sachsen, wobei die glanzvolle Endmontage in der Gläsernen Manufaktur in Dresden stattfindet. Nicht ohne Grund wurde die sächsische Elbmetropole vom Bundesverkehrsministerium zu einem urbanen Digitalen Testfeld für autonomes Fahren auserwählt. Die Daimler AG wird dieser Tage in Kamenz einen weiteren Grundstein für den Ausbau ihrer Produktionsanlagen für Li-Ion-Batterien legen. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH ist durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr als sächsische Kompetenzstelle für „Effiziente Mobilität“ beauftragt. Neben der Unterstützung sächsischer Akteure beim Aufbau einer Leistungsfähigen Ladeinfrastruktur, werden Intelligente Verkehrssysteme, vernetzte Mobilität und automatisiertes Fahren die wesentlichen Schwerpunkte.

Hintergrund zu Hannover Messe:
Die Hannover Messe ist mit etwa 6.500 Ausstellern aus gut 70 Ländern die weltweit bedeutendste Industriemesse und die größte Investitionsgütermesse. Die Kernthemen sind Industrieautomation und IT, Energie- und Umwelttechnologien, Industrielle Zulieferung, Produktionstechnologien und Dienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung. Partnerland 2017 ist Polen. Das Nachbarland ist für Sachsen einer der wichtigsten Handelspartner. Im Jahr 2016 stiegen die Ausfuhren nach Polen um vier Prozentpunkte auf rund 1,86 Mrd. Euro an (Platz 5). Bei den Importen lag Polen im Jahr 2016 sogar auf Platz 2 – auch wenn der Wert leicht auf etwa 1,89 Mrd. Euro sank.