Wirtschaftsminister Morlok ernennt neuen sächsischen Oberberghauptmann

Sachsen ist Bergbauland. Um seine große Tradition in diesem Bereich noch deutlicher hervorzuheben, wird der Leiter des Sächsischen Oberbergamts künftig wieder den Titel Oberberghauptmann tragen. Im Rahmen der Großen Jahresabschlussbergparade in Annaberg-Buchholz hat Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) am Sonntagnachmittag Prof. Reinhard Schmidt vor der St. Annenkirche die Ernennungsurkunde und den traditionellen Schachthut überreicht.

„Über die Jahrhunderte hinweg wurde der Leiter dieser deutschlandweit und darüber hinaus ältesten Sonderbehörde als Oberberghauptmann bezeichnet“, begründete Minister Morlok die Umbenennung. „Wenn wir diese Tradition nun wieder aufleben lassen, dann sowohl als Anerkennung für die Verdienste der Bergleute in der Vergangenheit, aber auch um deutlich zu machen, dass die Bedeutung des Bergbaus in Sachsen wieder zunehmen wird. Die heimischen Lagerstätten werden wegen des weltweiten Anstiegs der Nachfrage nach Rohstoffen, ihrer sicheren Verfügbarkeit und der guten Infrastrukturanbindung wieder interessanter.“

Die Eröffnung des Fluss- und Schwerspatbergwerkes in Niederschlag sei ebenso wie die Entscheidung, das neue Ressourceninstitut in Freiberg anzusiedeln, ein klares Zeichen für ein neues „Berggeschrey“ in Sachsen.

Zuvor hatte Minister Morlok als oberster Bergmann Sachsens im traditionellen Bergmannshabit gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin von Annaberg-Buchholz, Barbara Klepsch, die Große Bergparade auf der Tribüne an der Wolkensteiner Straße abgenommen. Zur Bergparade der sächsischen Bergknapp- und Bergbrüderschaften, die jedes Jahr am 4. Advent stattfindet, waren etwa 1.200 Trachtenträger aus ganz Sachsen und den Bergbauregionen der gesamten Bundesrepublik angereist.