WM-Fanmeile in Dresden bleibt bis Finale

Die steigenden Besucherzahlen beim Public Viewing haben die Landeshauptstadt Dresden dazu veranlasst, die Fanmeile auf der Liegewiese des Georg-Arnhold-Bads noch bis zum Finale der Frauen-WM am 17. Juli fortzuführen. +++

Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 hat sich am Sonntag, 10. Juli 2011, mit einem fulminanten Viertelfinale aus Dresden verabschiedet. Damit ist die Zeit der WM-Spiele im Rudolf-Harbig-Stadion leider vorbei.

Das sportliche Großereignis war für Dresden ein voller Erfolg. Bürgermeister Winfried Lehmann freut sich insbesondere über die mediale Resonanz: „Mit diesem sportlichen Höhepunkt des Sommers ist die Landeshauptstadt wieder einmal in den Fokus der nationalen und internationalen Medien gerückt.“

Auch der Geschäftsführer der Dresdner Außenstelle des FIFA-Organisationskomitees, Sören Glöckner,  ist zufrieden: „Wir haben die Besucherzahlen erreicht, die wir erwartet haben. Das Viertelfinale war bereits Tage zuvor ausverkauft. Durchschnittlich waren es über 20 000 Besucher pro Spieltag. Wir hatten einfach tolle Mannschaften in Dresden und ein großes Interesse in der Bevölkerung.“ Insgesamt wurden 80 205 Tickets für alle vier Spiele verkauft. „Ich möchte mich auch noch einmal ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden bedanken“, ergänzte Glöckner.

Das Veranstaltungsbüro 2011 der Stadt Dresden hatte die Vorbereitungen auf die Frauen-Weltmeisterschaft seit 2009 unterstützt. Der städtische WM-Beauftragte und Leiter des Büros, Jörn-Torsten Verleger, kann auch finanziell eine positive Bilanz ziehen, da die WM erfreulicherweise unter dem geplanten Budget blieb: „Es ist gelungen, die Frauen-Weltmeisterschaft durch Einsparungen und Mietvarianten günstiger zu realisieren, als es ursprünglich geplant war. Hinzu kommt eine erhöhte Einnahme aus dem Verkauf der Tickets, von denen die Stadt zehn Prozent erhält. Ursprünglich hatten wir sehr konservativ mit 50 000 verkauften Tickets gerechnet.“ Insgesamt hat die Stadt aus kommunalen Mitteln für die WM in diesem Jahr etwa 2,5 Millionen Euro ausgegeben.

Bürgermeister Lehmann spricht sich dafür aus, diese eingesparten Mittel nun insbesondere für die Sanierung von Sportanlagen für Dresdner Vereine zu verwenden: „Die WM wird somit für den gesamten Dresdner Sport zu einem Gewinn.“

Die ursprünglich bis 10. Juli geplante Fanmeile wird noch bis zum WM-Finale verlängert. „Im nationalen und internationalen Ansehen hat die Sportstadt Dresden durch das fantastische Publikum und die Herzlichkeit der Gastgeber sowieso schon gewonnen. Wir wollen diese Stimmung noch einige Tage aufrecht erhalten“, freut sich Bürgermeister Lehmann. Alle Dresdnerinnen und Dresdnern bekommen so weiterhin die Möglichkeit, den Frauen-Fußball hautnah zu erleben und WM-Luft zu schnuppern. „Nachdem die Fanmeile aufgrund des kühlen Wetters etwas langsam anlief, erfreute sich das Areal im Georg-Arnhold-Bad gerade bei den letzten Spielen großer Beliebtheit“, begründet Verleger die erweiterten Öffnungszeiten. Für Freitag, 15. Juli, 18 Uhr ist zudem eine Übertragung des Saisonauftaktes der SG Dynamo Dresden aus Cottbus geplant.

Durch das kulturelle Rahmenprogramm im Vorfeld der WM wurden die Dresdnerinnen und Dresdner schon frühzeitig auf das Sportereignis in Dresden aufmerksam gemacht. Die Videoaktion „Sachsen kickt!“ war im gesamten Freistaat Sachsen beliebt. Eine  Ballstafette von 1 388 Video mit über 230 Stunden Videomaterial steht online. Die Promoter waren dazu in 21 verschiedenen Städten auf ihren Touren 3 400 Kilometer unterwegs. Die Schultour „20Elf von seiner schönsten Seite“ sollte vor allem die jüngere Generation für das Thema Mädchen- und Frauenfußball sensibilisieren. Die Spielerinnen besuchten etwa 1 800 Schülerinnen und Schüler an 15 Schulen.

Aus einer ganz anderen Perspektive erlebte Madlen Mieth die Weltmeisterschaft. Sie war ein Teil des 12-köpfigen Volunteer-Teams, welches die Landeshauptstadt zur WM unterstützte. Die Schülerin des Beruflichen Schulzentrums für Gastgewerbe Dresden „Ernst Lößnitzer“ absolvierte im Rahmen ihres Einsatzes ein Praktikum für ihre Ausbildung. „Es war für mich eine wahnsinnig aufregende und ehrenvolle Erfahrung, die WM bei so vielen verschiedenen Aufgabengebieten zu unterstützen. Ich habe Spielerinnen aus der ganzen Welt kennen gelernt.  Besonders gefreut hat es mich, dass die Stimmung bei uns im Team und auch auf der Fanmeile so locker und fröhlich war“, blickt Mieth stolz auf ihren Einsatz zurück.

Quelle: Stadt Dresden

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