Wo passieren in Dresden die meisten Unfälle?

Die Kreuzungen mit den meisten Unfällen mit Personenschaden sind: Strehlener Platz, Rathenauplatz und Sachsenplatz|Terrassenufer. Das ergibt der aktuelle Bericht der Unfallkommission. +++

Grundlage für die Arbeit der Unfallkommission ist die statistische Erfassung des Unfallgeschehens durch die Polizei. Erkennt diese eine solche Häufungsstelle, so informiert sie die Unfallkommission davon. Die Experten gehen dann vor Ort und bewerten die straßenbaulichen und verkehrstechnischen Umstände, um  anschließend geeignete und erfolgversprechende Maßnahmen zur Entschärfung der Unfallhäufungsstelle vorzuschlagen.

Das können kurzfristig umsetzbare Maßnahmen sein, wie die Verbesserung der Fahrbahnmarkierung, Parkverbotsbereiche für ein besseres Sichtfeld, Geschwindigkeitsbeschränkungen und -überwachungen oder auch die Veränderung der Betriebszeiten an einer Ampel. Manchmal reichen diese Maßnahmen nicht aus. Dann sind umfangreichere planerische und bauliche Veränderungen erforderlich. Die Unfallkommission  informiert in diesem Fall das zuständige Planungsamt.

Unfallhäufungsstellen von 2010 bis 2012
In Dresden wurden von 2010 bis 2012 insgesamt 247 schwere (mindestens fünf Unfälle mit Personenschaden in 36 Monaten) und 46 leichte (mindestens fünf Unfälle gleichen Unfalltyps in 12 Monaten) Unfallhäufungsstellen registriert. Zur Systematisierung der Arbeit dient dabei eine Rangliste der Unfallhäufungsstellen sowie ein Arbeitsprogramm für den Zeitraum 2013 bis 2015 über die zu treffenden verkehrsorganisatorischen oder baulichen Maßnahmen.

Die zehn Kreuzungen mit den meisten Unfällen mit Personenschaden (Auswertungszeitraum 2010 bis 2012) im Stadtgebiet sind:
·        Strehlener Platz
·        Rathenauplatz
·        Sachsenplatz/Terrassenufer
·        Georgplatz
·        Leipziger Straße/Rehefelder Straße
·        Carolaplatz
·        Schlesischer Platz/Dr.-Friedrich-Wolf-Straße
·        Albertplatz/Rondellfahrbahn
·        Strehlener Straße/Franklinstraße
·        Albertbrücke

Sechs dieser zehn Unfallhäufungsstellen sind Massen-Unfallhäufungsstellen. Das heißt, dass mindestens 15 Unfälle gleichen Unfalltyps innerhalb von 12 Monaten passiert sind.

Maßnahmen zur Verbesserung der Situation
Am Georgplatz, Rathenauplatz und Carolaplatz hat das Straßen- und Tiefbauamt bereits Verbesserungen an der Ampelschaltung vorgenommen und gemeinsam mit dem Ordnungsamt Messgeräte zur Geschwindigkeitsüberwachung und Erfassung von Rotlichtverstößen installiert.
In die Planung der zur Zeit im Bau befindlichen Albertbrücke sind die Unfallanalysen der Unfallkommission eingeflossen.

An Unfällen auf der Leipziger Straße/Rehefelder Straße und am Schlesischen Platz /Dr.-Friedrich-Wolf-Straße sind meist Radfahrer beteiligt. Insbesondere durch Radfahrer, die in der falschen Fahrtrichtung fahren. Hier finden Kontrollen durch die Polizei im Rahmen der zur Zeit laufenden gemeinsamen Aktion von Polizei und Landeshauptstadt Dresden zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrer statt.

Am Albertplatz wird zurzeit im südlichen Bereich die Installation einer sicheren Querungsmöglichkeit für Fußgänger vorbereitet.

An der Strehlener Straße/Franklinstraße ist die Unfallkommission tätig geworden und hat nach dem Freiräumen der Sichtfelder auch die Zufahrt Franklinstraße auf eine Fahrspur einengen lassen. Die Ummarkierung erfolgte im September 2012.

Auf der Marienbrücke sind seit Ende 2012 vor allem bei Nässe viele Unfälle passiert. Deswegen hat die Unfallkommission die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit bei Nässe auf 30 km/h begrenzt und die Markierung angepasst.

An der Kreuzung Karl-Marx-Straße/Boltenhagener Straße wurde die Ampelregelung verändert. Linksabbieger der Karl-Marx-Straße haben jetzt eine eigene Linksabbieger-Ampel und fahren damit gesichert. Auf querende Fußgänger über die Karl-Marx-Straße wird mittels Gelbblinkern hingewiesen.

Die Markierung des Fahrbahnrandes und eine kleinen Sperrfläche soll an der Kreuzung Dornblüthstraße/Niederwaldstraße die Sicht auf den Hauptverkehr verbessern.
Erst Ende Oktober 2014 wurde die Umgestaltung der Einmündung Comeniusstraße in die Zwinglistraße fertiggestellt. Um den Radverkehr hier sicherer führen zu können, wurde die Fahrbahn zwischen Comeniusstraße und Stübelallee verbreitert, ein Schutzstreifen für Radfahrer markiert und die Überfahrt für Fahrräder an der Unfallhäufungsstelle auch rot eingefärbt.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

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