Wohnbericht 2011 vorgelegt: Leipziger Mieten hui, Wohnzuwachs pfui

Wenn es ums Wohnen in der Messestadt geht, dann kann die Stadtverwaltung – zumindest für das Jahr 2010 – ein äußerst positives Fazit ziehen. Im nun vorgelegten „Monitoringbericht Wohnen 2011“ gibt es nämlich viel Licht, aber auch etwas Schatten. +++

Die meisten der knapp 316.000 Wohnungen in Leipzig sind Vier-Raum-Wohnungen. Davon standen 2010 knapp 12 Prozent leer, vor zwölf Jahren war es mehr als das Doppelte!

In etwa 54 Prozent der Haushalte in Leipzig leben Singles, also Einzelpersonen. Gefolgt von Paar-Haushalten, kleinen Familien und den größeren Haushalten. Die Zahl der letzten Gruppe stiegt dabei um knapp 10 Prozent an. Leipzig wurde seinem Ruf als familienfreundliche Stadt also durchaus gerecht.

Und auch die Mieten sind erschwinglich in Leipzig: So bewegen sich die Quadratmeterpreis von 3,70 Euro bis 8,50 Euro – in den meisten deutschen Großstädten mit ähnlicher Bevölkerungszahl beginnt das günstige Wohnen bei deutlich höheren Preisen. Im Durchschnitt bezahlt jeder Leipziger rund 421 Euro Miete pro Monat.

Allerdings gibt es hier und da noch Nachholbedarf. So wurden 2010 gerade einmal 661 neue Wohnungen gebaut. Ein Wert, der seit zehn Jahren nicht mehr so niedrig war.

Dafür hat jeder Messestädter im Durchschnitt aber auch mehr Wohnraum zur Verfügung: Knapp 46 Quadratmeter sind es pro Person. Ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zum Jahr 2000.