Wohnen am Dresdner Kulturpalast künftig mit „Schwedischen Gardinen“?

Torsten Kulke von der Gesellschaft Historischer Neumarkt und Bernd Dietze von Baywobau Dresden sind über die Festverglasung-Auflage der Landesdirektion empört. Die Statements sehen Sie in der Drehscheibe Dresden und unter www.dresden-fernsehen.de. +++

Die künftigen Bewohner der neuen Gebäude, die für den Dresdner Neumarkt geplant sind, werden wohl auf ein Stück Freiheit verzichten müssen. Die Fenster in Richtung Kulturpalast sollen im Stil „Schwedischer Gardinen“ gebaut werden. Die Landesdirektion Sachsen hat sich für eine Vollverglasung entschieden. Dies wirkt für die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden wie ein vorgezogener Aprilscherz.

Interview mit Torsten Kulke, Gesellschaft Historischer Neumarkt, im Video.

Die Stadt befürchtet, Wohnungseigentümer könnten gegen den nächtlichen Krach klagen. Die Lösung: Vollverglasung einbauen. Die Investoren sind schockiert über die Bauauflage. Die ersten setzen sich bereits zur Wehr und haben Widerspruch eingelegt.

Auch Bauherr Bernd Dietze möchte hier eigentlich mit seiner Firma Geld investieren und etwa 80 Wohnungen bauen. Er hat schon andere Häuser am historischen Neumarkt unter seinen Fittichen gehabt.

Was nun? Erhebliche finanzielle Verluste gebe es auch für alle anderen Investoren. Das muss nicht sein, meint Herr Dietze.

Interview mit Bernd Dietze, Baywobau Dresden, im Video.

Auch Torsten Kulke hofft auf ein Zeichen der Stadt.

Offen bleibt, wer in einer Wohnung leben möchte, in der sich die Fenster nicht öffnen lassen. Fensterputzen nach Hausfrauenart hat sich für die Bewohner dann wohl auch erledigt.

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