Wohngeldstelle Dresden arbeitet offenbar mit Hochdruck – noch 7000 Anträge unbearbeitet

Laut Stadt Dresden konnte die Zahl der abgearbeiteten Wohngeldanträge in den letzten Monaten deutlich gesteigert werden. +++

Sozialbürgermeister Martin Seidel teilte heute im Sozialausschuss mit, dass die Wohngeldstelle des Sozialamtes mit dem Abbau offener Wohngeldanträge gut vorankommt. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 konnte die Zahl offener Anträge um rund 1400 auf aktuell rund 7000 abgebaut werden. „Es war gemeinsam mit den Mitarbeitern der Wohngeldstelle eine große Kraftanstrengung nötig, um alle eingehenden Wohngeldanträge wieder innerhalb der gesetzlichen Fristen bearbeiten zu können“, so Bürgermeister Martin Seidel weiter.

Anfang Oktober 2009 lag die Zahl offener Anträge noch bei über 9000. Mit einer Entscheidung des Amtes konnten die Antragsteller teilweise erst nach mehr als 16 Wochen rechnen. „Das war für alle Beteiligten eine äußerst unbefriedigende Situation“, sagte Bürgermeister Martin Seidel. Ab Mai dieses Jahres dürfen Antragsteller eine Entscheidung zu ihrem Wohngeldantrag nach maximal 12 Wochen erwarten. „Und das bei gleichbleibend hohen Antragszahlen“, wie Bürgermeister Martin Seidel betont.

Möglich wurde der Rückstandsabbau durch intensive Einbeziehung der Mitarbeiterschaft in den Optimierungsprozess. Organisationsabläufe wurden gemeinsam gestrafft, Mitarbeiter und Sozialarbeiter in externen Beratungsstellen zentral fortgebildet, zusätzliches Personal bereitgestellt sowie Dienst auch an Samstagen für die Wohngeldstelle im 2. Halbjahr 2009 angeordnet. Dass sich Änderungen in der Organisation der Wohngeldstelle vollzogen haben, ist für Antragsteller spätestens im November 2009 deutlich geworden. „Seitdem läuft eine sehr gute Vereinbarung mit den Bürgerbüros. Alle Wohngeldanträge werden qualifiziert und bürgernah in den Bürgerbüros vor Ort angenommen und auf Wunsch auch mit den Antragstellern besprochen“, erklärt Martin Seidel weiter.

Die Einbeziehung der Bürgerbüros hat sich seitdem bewährt. Ziel sei, die Wohngeldanträge auch in Zukunft im Dialog mit den Antragstellern bereits soweit in den Bürgerbüros zusammen zu stellen, dass sich ein erneutes Nachfragen der Wohngeldstelle beim Antragsteller erübrigt. Die Bearbeitungszeiten könnten dadurch noch weiter verkürzt werden. Amtsintern hat Bürgermeister Martin Seidel als Ziel formuliert, noch in diesem Jahr den Zeitraum zwischen Antragseingang und Entscheidung der Wohngeldstelle auf maximal acht Wochen zurück zu führen.

Die „Antragsflut“ im Jahr 2009 geht auf Änderungen im Wohngeldrecht zurück. Die Zahl der Wohngeldberechtigten stieg deshalb zum Jahreswechsel 2008/09 sprunghaft an. Im Durchschnitt stellen seitdem knapp 3000 Haushalte monatlich einen Wohngeldantrag. Im Jahr 2008 lag die Zahl noch bei rund 1800 Antragseingängen monatlich.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

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