Wohnungsdurchsuchungen in Dresden – Schlag gegen den illegalen Zigarettenhandel

Donnerstagvormittag wurden in Dresden 740.000 unverzollte und unversteuerte Zigaretten sichergestellt. Gegen einen 57-jährigen Tatverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. +++

Bei Durchsuchungen von insgesamt 10 Objekten im Stadtgebiet von Dresden haben Zollfahnder im Zusammenwirken mit Beamten der Bundepolizeidirektion Pirna heute Vormittag insgesamt rund 740.000 Stück unverzollte und unversteuerte Zigaretten sichergestellt.

Ebenso wurden umfangreiche objektive Beweismittel wie Verpackungsmaterial sowie eine Stahlrute sichergestellt. Gegen einen 57 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen, der im Verdacht steht, seit geraumer Zeit einen schwunghaften Handel mit den Zigarettengetrieben zu haben, wurde durch das Amtsgericht Dresden Haftbefehl erlassen und in Vollzug gesetzt.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und des Zollfahndungsamtes Dresden verkaufte er die unverzollten und unversteuerten Zigaretten an seine Kunden zum einen in einer von ihmbetriebenen Gaststätte und zum anderen per Frei-Haus-Lieferung.  Aktuell wirft ihm die Staatsanwaltschaft einen Tatumfang von mehreren Millionen Stück Zigaretten vor. Dahinter steht ein Steuerschaden von mehr als einer Millionen Euro.

Die Durchsuchungsmaßnahmen richteten sich sowohl gegen den Hauptbeschuldigten, als auch gegen drei mutmaßliche Mittäter. Sie haben dem Hauptbeschuldigten Räumlichkeiten zur Einlagerung der Zigaretten zur Verfügung gestellt und waren zeitweilig auch bei deren Verkauf behilflich. Diese drei Beschuldigten im Alter zwischen 33 und 57 Jahren wurden zumTatvorwurf vernommen. Haftbefehl erging gegen sie nicht.

Der Erwerb und Verkauf unverzollter und unversteuerter Zigaretten erfüllt den Tatbestand der Steuerhehlerei. Das schließt auch den Erwerb durch Privatpersonen zum Eigenverbrauch ein. Die Abgabenordnung sieht hierfür eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. Handelt der Täter gewerbsmäßig, erwartet ihn eine Freiheitsstrafezwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Zudem hat er die hinterzogenen Steuern nachträglich zu entrichten.

Quelle: Zollfahndungsamt Dresden

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