Wohnungswirtschaft warnt vor massivem Einbruch bei Investitionen

Sachsen - Die sächsische Wohnungswirtschaft hat vor einem massiven Einbruch bei Investitionen gewarnt und mehr Verlässlichkeit von der Politik gefordert.

Während sich die Unternehmen 2021 als «Stabilitätsanker» erwiesen hätten, könnten «explodierende Energiekosten, immens steigende Baupreise und ein nie dagewesenes Förderchaos» dem aber schon in diesem Jahr ein jähes Ende setzen, teilte die Branche am Montag in Dresden mit. Nach Jahresstatistik des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft haben die 120 Mitgliedsunternehmen in 2021 rund 432 Millionen Euro in ihre Wohnungs- und Immobilienbestände investiert. Die Investitionen in Neubauten seien um knapp 28 Prozent gestiegen. Bei Instandhaltung und Modernisierung habe es einen Rückgang gegeben. Es sei für die Unternehmen immer schwieriger, angesichts der hohen Baukosten bei gleichzeitig niedrigen Mietniveaus, Investitionen

im Bestand umzusetzen, erklärte Verbandsdirektor Rainer Seifert. Deshalb müsse die Politik mit einer langfristig angelegten, nachvollziehbaren Förderpolitik und verlässlichen Rahmenbedingungen unterstützen. (mit dpa)