Wolf breitet sich in Sachsen weiter aus

In Sachsen ist das Gebiet, auf denen Schutzmaßnahmen für Nutztiere gegen Wolfsangriffe mit staatlichen Hilfen gefördert werden, deutlich erweitert worden. +++

Neben den Landkreisen Bautzen und Görlitz gehören jetzt auch die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie Teile der Landkreise Mittelsachsen, Leipzig und Nordsachsen zum Fördergebiet. Anlass für die Ausweitung des Fördergebietes ist die nachgewiesene dauerhafte Anwesenheit eines Wolfspaares in der Königsbrücker Heide sowie in der Region Annaburg (Sachsen-Anhalt). 

„Wir wollen helfen, Schäden zu vermeiden, die die Halter von Nutztieren, wie Schafen und Ziegen durch Angriffe von Wölfen erleiden könnten“, so der Minister. „Deshalb unterstützen wir die Landwirte bei der Anschaffung von Elektrozäunen, Flatterband und Herdenschutzhunden sowie bei der Installation von Unterwühlschutz bei Wildgattern“. Derartige Schutzmaßnahmen werden auch Voraussetzung für einen Schadensausgleich, falls es trotz der Vorsorge zu Schäden an Nutztieren kommt. Die Tierhalter im neuen Fördergebiet haben nun ein Jahr Zeit, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Bis dahin erhalten sie auch dann einen Schadensausgleich, wenn Nutztiere durch einen Wolf gerissen werden und der vorgeschriebene Schutz noch nicht vorhanden war.

„Ein konfliktfreies Zusammenleben mit Wölfen ist möglich, das zeigt der Erfolg der Herdenschutzmaßnahmen im bisherigen Wolfsgebiet“, so der Minister weiter. Die Zahl der gerissenen Schafe sei von 72 im Jahr 2007 auf 16 im Jahr 2010 zurückgegangen. Neun der im Jahr 2010 gerissenen Schafe waren nicht wie vorgesehen geschützt. 

Die Förderung für die Präventionsmaßnahmen ist in der Förderrichtlinie Natürliches Erbe (NE/2007) geregelt. Informationen und Beratung zur Förderung erhalten Tierhalter bei den Wolfsbeauftragten der jeweiligen Landratsämter sowie im Internet unter www.wolfsregion-lausitz.de 

Derzeit leben in Sachsen fünf Wolfsrudel sowie zwei welpenlose Wolfspaare mit ingesamt etwa 45 Tieren.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

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