Wundtstraße: (noch) kein Verkehrschaos trotz weniger Fahrspuren

Leipzig - Am Montag hat die Stadt die Wundtstraße ab der Abfahrt Richard-Lehmann-Straße Richtung Innenstadt von zwei Spuren auf eine verringert. Dadurch soll die Luftqualität in der Stadt verbessert werden. Der ADAC kritisiert dagegen das Vorhaben.

Das große Verkehrschaos ist zumindest am Montag im Süden der Stadt ausgeblieben. Die viel befahrene Wundtstraße ist seit heute ab der Abfahrt Richard-Lehmann-Straße Richtung Innenstadt von zwei Spuren auf eine verringert worden. So soll die Luftqualität in der Stadt verbessert werden. Bauarbeiter waren und sind noch die nächsten Tage mit den Markierungsarbeiten beschäftigt. Bei Helmut Büschke stößt das Vorhaben auf Kritik. Er ist Vorstandsmitglied für Verkehr und Technik im ADAC Sachsen

Mit der Fahrspurreduzierung soll der Verkehr in die Innenstadt deutlich gedrosselt werden. Dadurch will die Stadt den Floßplatz und die Harkortstraße verkehrstechnisch entlasten. In diesem Bereich gibt es nach Berechnungen des Landesumweltamtes die höchsten Stickstoffdioxid-Werte in Leipzig. Durch die Änderungen sollen hier bis zu 5000 Fahrzeuge weniger pro Tag über die Trasse rollen.

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Dass die Verkehrsführung auf 4 Hauptverkehrsstraßen geändert wird, ist nur ein Teil von insgesamt 50 Maßnahmen des Luftreinhalteplanes. Er wurde Anfang des Jahres beschlossen und sieht vor, die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid einzuhalten oder zu zu unterschreiten. Grundlage sind Messstellen, die in der Stadt verteilt sind. Die Stadt Leipzig ließ am Montag eine Interviewanfrage zu dem Thema unbeantwortet.