Zahl der Fahrschulen seit 1990 halbiert

Leipzig (dapd-lsc). Seit 1990 hat sich die Zahl der sächsischen Fahrschulen nach Angaben der Fahrlehrerverbandes Sachsen halbiert.

Habe es zunächst einen großen Nachholbedarf bei der Ausbildung für den Führerschein gegeben, seien die darauf folgenden Jahre von einem Rückgang geprägt gewesen, erläuterte der Verbandsvorsitzender Andreas Grünewald auf dapd-Anfrage. Ein Grund sei, dass „die politisch noch unsicheren Jahre nach der Wende Anlass zu einem noch nie da gewesenen Rückgang der Geburten waren“.

Allen Beteiligten sei klar gewesen, das dieser Geburtenrückgang einen direkten Einfluss auf jede Art von Ausbildung haben würde, sagte Grünewald. Der Rückgang der Kinderzahlen habe Auswirkungen auf die benötigte Anzahl von Kita-Plätzen ebenso wie auf die komplette schulische Ausbildung bis hin zu den Fahrschulen gehabt.

„Nun haben sich seit dieser Zeit auch einige andere Dinge betreffs der Neugestaltung von Aus- und Fortbildungssystemen geändert“, erläuterte Grünewald. Der Fahrlehrer von heute und morgen betätige sich in anderen Bereichen der Fahrerausbildung. Grünewald nannte als Beispiele die Aus- und Fortbildung von Berufskraftfahrern, die Vermittlung von Kenntnissen über intelligente Fahrerassistenzsysteme oder die Schulung von Angehörigen von freiwilligen Feuerwehren und anderen Rettungsdiensten.

„Hier gibt der sächsische Fahrlehrerverband entsprechende Hilfe, indem er überregional anerkannte Schulungsvarianten anbietet, mit denen der organisierte Fahrlehrer in Sachsen dann diese neuen Betätigungsfelder in den großen Ballungsgebieten und auch im ländlichen Bereich betreuen kann“, sagte der Verbandschef.

dapd