Zahl der Insolvenzen in Sachsen gestiegen

Die Anzahl der Insolvenzverfahren stieg im ersten Quartal 2010 in Sachsen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,5 Prozent. Dabei erhöhte sich aber nur die Zahl der Insolvenzen für private Personen und Nachlässe um gut 11 Prozent. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sank dagegen um rund 12 Prozent.

Von den insgesamt 2.153 Insolvenzverfahren betrafen 430 Verfahren Unternehmen und 1.723 Verfahren private Personen und Nachlässe. Gut 86 Prozent der Insolvenzverfahren (1 857 Verfahren) wurden eröffnet, bei den privaten Personen und Nachlässen waren es sogar fast 89 Prozent.

Reichlich 57 Prozent der von Insolvenz betroffenen Unternehmen waren Einzelunternehmen, weitere gut 33 Prozent Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH). Bei beiden Rechtsformen war ein Rückgang gegenüber den ersten drei Monaten 2009 zu verzeichnen.

Die von den Gläubigern angemeldeten Forderungen betrugen in Sachsen im Berichtszeitraum 2010 rund 389 Millionen Euro, die durchschnittlichen Forderungen je Verfahren fast 181.000 Euro. Während die Zahl der Insolvenzverfahren insgesamt um 5,5 Prozent anstieg, nahmen die angemeldeten Forderungen sogar um gut 32 Prozent zu.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ging zwar um rund 12 Prozent zurück, die Forderungen stiegen aber um 24 Prozent an.

Quelle: Statistisches Landesamt