Zahl der Job-Pendler gestiegen

Sachsen - Die sächsischen Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte. 2019 wurden den Arbeitsagenturen über 100.000 freie Stellen gemeldet. Gleichzeit ist die Zahl der Menschen, die Sachsen zum Arbeiten verlassen, weiter gestiegen. Rund 140.000 Sachsen pendelten aus dem Freistaat aus. Das waren 1.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Einpendler stieg auf das bisher höchste Niveau. 130.000 Frauen und Männer aus dem In- und Ausland arbeiteten in Sachsen.

Damit liegt der Pendlersaldo in Sachsen immer noch im negativen Bereich. Es verlassen über 10.000 mehr Menschen den Freistaat für die Arbeit, als jene die für eine Beschäftigung einpendeln. Das geht aus der neuen Jahresstatistik der Bundesagentur für Arbeit hervor.

„Ich freue mich, dass es immer mehr Menschen nach Sachsen zieht. Denn Sachsen ist ein attraktives und modernes Land. Es tut mir nur weh, dass es immer noch deutlich mehr Auspendler gibt. Sächsische Unternehmen suchen händeringend gute Fachkräfte, die leider noch zu oft in andere Bundesländer fahren, um dort zu arbeiten. Das sollte mit dem Blick auf die hohen Fachkräftebedarfe nicht so bleiben. Sachsen braucht Zuwanderung und wir helfen dabei! Deshalb müssen künftig rückkehrwillige Menschen und Auspendler für Sachsen zurückgewonnen werden. Nur so bleiben sächsische Betriebe im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig“, sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit.

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