Zahl der sächsischen Lehramtstudenten verdoppelt – Bildungszukunft gesichert?

Wie die Landesregierung am Dienstag mitteilte, wurden einige Ziele bei der universitären Lehrerausbildung erfolgreich umgesetzt. So waren zu Beginn des Wintersemesters 2.079 Lehramtsstudenten an Sachsens Hochschulen eingeschrieben. +++

Das vereinbarte Ziel, die Zahl der Studienanfänger im Bereich Lehramt von 1.000 auf 1.700 zu erhöhen, wurde somit deutlich übertroffen. Vor allem im Bereich des Grund- und Mittelschullehramts gibt es mit 434 bzw. 533 erfreulich viele Einschreibungen.
 
„Der Lehrerberuf ist einer der spannendsten und wichtigsten Berufe. Daher freut es mich besonders, dass viele junge Menschen den Beruf ergreifen wollen und sich für ein Studium an unseren Hochschulen entschieden haben. Wir haben die richtigen Weichen gestellt, damit der Generationswechsel in den Lehrerzimmern gelingen kann.“, sagte Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer.
 
Grundlage dieser Entscheidungen ist das von den Koalitionspartnern beschlossene „Bildungspaket Sachsen 2020“ in Höhe von 821,3 Millionen Euro. Damit werden unter anderem auch notwendige Baumaßnahmen finanziert. Für die Ausbildung der künftigen Lehrer in Sachsen erhalten die Hochschulen zudem zusätzliche Stellen. Um ausreichend Kapazitäten bereitzustellen, werden an den Hochschulen dafür zusätzliche 189 Stellen geschaffen. Damit ist eine qualitativ hochwertige Ausbildung gesichert. Neben den Universitäten in Leipzig und Dresden wird ab dem Wintersemester 2013/14 auch die TU Chemnitz den Studiengang Grundschullehramt anbieten.
 
Mit diesem Semester erfolgt außerdem die Umstellung der Lehramtsstudiengänge auf Staatsexamen. Damit ist ein zielführendes Studium zum angestrebten Berufsfeld in der jeweiligen Schulform möglich. Die Studienzeiten für Grund- und Mittelschullehrer wurden auf acht bzw. neun Semester verkürzt. Abgeschlossen wird das Studium mit einer Staatsprüfung, dem Staatsexamen. Es stellt ein einheitliches Qualitätssiegel für alle Prüfungen dar.