Zahlreiche Hürden für Leipziger Verkehrsbetriebe – Frostschäden und Entgleisungen

Nach den heftigen Schneefällen am Wochenende haben die Leipziger Verkehrsbetriebe auch am Montag noch alle Hände voll zu tun, um gegen die Witterungsbedingungen an zu kämpfen. In der Georg-Schuhmann-Straße, auf Höhe der Agentur für Arbeit, konnten die Straßenbahngleise dem Druck durch den Bodenfrost nicht mehr standhalten. Beinahe 300 Meter Gleise wurden dabei über Nacht aus dem Boden gehoben.

Der Schienenverkehr auf dieser Strecke musste daraufhin umgehend eingestellt werden – die Fahrgäste wurden mit Bussen weiterbefördert.

Vereinzelt kam es an den Haltestellen unter den Wartenden sogar zu Handgreiflichkeiten im Streit um die begehrten Plätze in den vollkommen überfüllten Bussen des Schienenersatzverkehrs.

Ursprünglich kündigte die LVB an, am Montagmorgen wieder 70 Prozent der Strecken und Haltestellen zu befahren – doch bis zum Nachmittag waren nicht einmal die Hälfte der Linien einsatzbereit.

Interview mit Ronald Juhrs – Technischer Leiter der LVB

In der Wintergartenstraße passierte kurz vor 12 Uhr das, was am Wochenende an vielen Punkten im Stadtgebiet passiert. Eine Straßenbahn, dieses Mal die Linie 3, sprang von ihren vollkommen vereisten Schienen und entgleiste somit.