Zeckenzeit in Sachsen – Dresden Fernsehen klärt auf

Mit den steigenden Temperaturen in Sachsen breiten sich auch die Zecken aus. Wie Sie einem Stich vorbeugen können bzw. was Sie tun sollten, wenn Sie doch eine Zecke gestochen hat, das haben wir nachgefragt. +++

Blauer Himmel, die Sonne scheint. Ein richtig schöner Tag zum Sonnenbaden auf einer Wiese oder zum Blümchen pflücken.
Doch Obacht: in Wiesen und Sträuchern sitzen Zecken – eine Gefahr die häufig unterschätzt wird.

Darum rät das sächsische Sozialministerium:

Interview mit Ralf Schreiber, Pressesprecher Sozialministerium Sachsen (im Video)

Aber wie entfernt man eine Zecke richtig? Die Vergrößerung zeigt es: Die Zecke mit einer Pinzette am Stachel anpacken und aus der Einstichstelle ziehen.
Durch die Widerhacken am Stechrüssel der Zecke kann sich die Haut nach oben verziehen, das ist aber unbedenklich.

Sollte die Einstichstelle rot werden, jucken und pochen, sollte der Arzt aufgesucht werden.
Denn der Zeckenstich kann mehrere Krankheiten übertragen.
Bekannt ist einmal die Borreliose, eine durch Bakterien verursachte Erkrankung. Des weiteren kann die Frühsommer-Meningoenzephalitis – kurz FSME – übertragen werden. Das sind Viren, die das Zentrale Nervensystem des Menschen angreifen.

Vor der FSME können sich die Sachsen nur durch eine vorbeugende Impfung schützen.

Interview mit Jörg Wendisch, Gesundheitsamt Dresden (im Video)
 
Eine solche Impfung ist auch für Kinder ab dem ersten Lebensjahr geeignet. Insbesondere vor Reisen. Hier sind vor Reiseantritt in FSME-Risikogebiete zwei Impfungen notwendig im vierwöchigen Abstand. Aufgefrischt werden sollte die Spritze nach einem Jahr.

Gegen Borreliose-Bakterien gibt es noch keine Impfung, doch die Wissenschaft testet bereits einen Stoff. Deshalb können bei einer Borreliose Erkrankung nur die Symptome wie eine Sommergrippe, Kopfschmerzen, Nervenlähmungen behandelt werden. Die Wanderröte weist auf eine Infektion hin.

Sachsen gehört entsprechend einer Eingruppierung durch das Robert-Koch-Institut nicht zu einem Risikogebiet.

Interview mit Jörg Wendisch, Gesundheitsamt Dresden (im Video)

Die Ausbreitung der Zecken hat sich in den letzten Jahren verändert. Der Klimawandel kommt der Ausweitung zu Gute, sagen Experten des Robert-Koch Institutes.

In Deutschland hat es im vergangenen Jahr etwa 420 FSME-Fälle gegeben, in Sachsen wurden fünf gemeldet.

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