Zentrale Kundgebung zum Kita-Streik in Leipzig

Mehr als 3500 Erzieherinnen und Erzieher haben sich am Dienstag vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig versammelt, um für gerechtere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. +++

Etlichen Eltern in Sachsen bietet sich seit 11 Tagen ein ähnliches Bild wie hier im Leipziger Musikviertel. Geschlossene Kindergärten und Jugendeinrichtungen. Für die Familien oft eine Belastung, neben dem Beruf eine angemessene Kinderbetreuung zu finden. Grund dafür ist der bundesweite Arbeitskampf der Erzieherinnen und Erzieher im öffentlichen Dienst.

Am Dienstag haben die Gewerkschaften verdi und GEW zur zentralen Streikkundgebung am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig aufgerufen und über 3500 Streikende sind dem gefolgt um sich für ihrer Berufsgruppe einzusetzen.

Unter dem Motto „Richtig Gut, Aufwerten Jetzt“ kamen die Arbeitskämpfer zusammen und setzen sich für eine stärkung des Sozial- und Erziehungsdienstes ein. Diese beinhaltet neben der tariflichen Lohnerhöhung um bis zu 10%, auch die allgemeine Aufwertung des Berufes. Mittel dazu soll eine höhere Eingruppierung der Erzieher im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes sein. Nach bereits 5 gescheiterten Verhandlungsrunden im Tarifstreit sieht Ver.di-Vorstandsmitglied Achim Meerkamp die Pflicht zur Einsicht, nun bei den kommunalen Arbeitgebern.

Unterstützung erfahren laut Meerkamp die Erzieherinnen und Erzieher auch durch die Eltern der betroffenen Kinder und Jugendlichen.

Nichts desto trotz sind eine große Zahl von Eltern unzufrieden mit der weiter andauernden Arbeitsniederlegung im sozialen Dienst. Am Montag ging dazu bereits ein Antrag der FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat zur Rückerstattung von Kita-Beiträgen für die Streikdauer ein.

Es bleibt abzuwarten, ob die Streitparteien sich in den nächsten Tagen bewegen oder ob, die Kindertagesstätten im Land auch in eine 3. Streikwoche ziehen.