Zeremonie in neuer Synagoge

Die Jüdische Gemeinde Chemnitz freut sich auf ein ganz besonderes Ereignis.

Am Sonntag wird in einem feierlichen Gottesdienst in der neuen Synagoge eine neue Torarolle eingeweiht. Während der Zeremonie wird sie durch Eintragung des letzten Verses vollendet, indem ausgewählte männliche Mitglieder der Gemeinde jeweils einen Buchstaben mit Hilfe des Tora-Schreibers eintragen.

Die jüdische Gemeinde Chemnitz besitzt bereits seit DDR-Zeiten vier Torarollen. Deren Buchstaben sind jedoch wegen ihres jahrzehntelangen Gebrauchs verwischt und die Rollen sind daher als nicht mehr koscher anzusehen. Da eine Reparatur nicht möglich ist, wurde in Israel eine neue Torarolle ausgesucht.

Interview: Dr. Ruth Röcher – Vorsitzende Jüdische Gemeinde Chemnitz

Finanziert wurde der Ankauf durch Spenden insbesondere evangelischer Gemeinden aus Chemnitz und Umgebung. Die alten untauglich gewordenen Torarollen werden wegen der hohen Achtung, die das Wort genießt, normalerweise beerdigt. Die Jüdische Gemeinde Chemnitz will sie jedoch vorerst weiter im Toraschrein aufbewahren.

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