Zickzackkurs von Edeka am Albertplatz verstört Stadträte

Am Donnerstag sollte der Stadtrat über die Sanierung des Hochhauses am Albertplatz abstimmen. Doch überraschend kam gestern Abend die Absage für das Projekt in der bisherigen Form. +++

Die Hoffnung, dass aus dem Hochhaus am Albertplatz wieder ein Schmuckstück der Dresdner Neustadt wird, ist mal wieder zerplatzt. Das Thema stand für Donnerstag auf der Tagesordnung des Dresdner Stadtrates, der Bebauungsplan hatte gute Chancen das Gremium zu passieren.

Doch Investor Edeka hat drei Tage bevor es ernst wurde, das Projekt zurückgezogen.

Ärger und Wut bei denen, die mit Hochdruck in den politischen Gremien daran gearbeitet haben.

Interview im Video mit Torsten Schulze (B90/ Grüne), Stadtrat 
Interview im Video mit Patrick Schreiber (CDU), Ortsbeirat Neustadt

Edeka vollzieht jetzt den Rückzieher vom Rückzieher.

Bereits 2010 hatte es Planungen gegeben, das Hochhaus mit der Dresden Bau GmbH zu sanieren. Doch das kam ins Stocken. Vor einem Jahr präsentierte Edeka eine neue, kleinere Variante. Da meldete der Denkmalschutz Bedenken an. Es folgte Anfang des Jahres die Kehrtwende zum ursprünglichen Projekt. Und was folgt jetzt?
In einer Pressemitteilung teilte Edeka heute mit, das das Unternehmen an der Sanierung des DVB Hochhauses und dem Bau eines Einkaufsmarktes festhalten will.

Die Ablehnung des Vorhabens im Ortsbeirates Neustadt und im Wirtschaftsausschuss hätten bei Edeka zum Umdenken geführt. Die Änderungsvorschläge sollen jetzt geprüft werden. 

Trotzdem verstört Edekas Zickzackkurs die Politiker. In den vergangenen Monaten wurden Sondersitzungen in Ortsbeirat und Ausschüssen angesetzt, um die Stadtratsvorlage so schnell voran zu bringen.

Interview im Video mit Patrick Schreiber (CDU), Ortsbeirat Neustadt

Ein anderes Bauprojekt steht am Donnerstag im Stadtrat zur Abstimmung und hier deutet nichts auf einer Rückzieher hin. Die Ansiedlung von Globus im Alten Leipziger Bahnhof. Edeka hatte angekündigt, wenn Globus kommt, nicht am Albertplatz zu investieren. Wie die Stadträte unter der neuen Sachlage entscheiden werden, bleibt abzuwarten. 

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