Zirkus will ins Traumland entführen

Chemnitz – Lustige Clowns, atemberaubende Luftakrobatik und exotische Tiere – all das verbindet man mit Zirkus. Seit einigen Jahren wird jedoch immer wieder Kritik zu den Haltungsbedingungen der Wildtiere laut – viele wollen den Einsatz von dressierten Tieren ganz verbieten.

So auch die Stadt Chemnitz. Der Stadtrat hatte im vergangenen Jahr einen Beschluss zum Verbot der „Zurschaustellung von Wildtieren“ verabschiedet. Da die Landesdirektion die Berufsfreiheit allerdings höher einstuft, soll der Beschluss in der Stadtratssitzung in der kommenden Woche wieder zurückgenommen werden.

Mitten in dieser Diskussion ist der „Circus Afrika“ zurück in Chemnitz, um die Besucher mit einem umfangreichen Programm zu erfreuen. Auch Elefant, Kamel und Co. dürfen dabei nicht fehlen. Die Chemnitzer sind bei dem Thema jedoch geteilter Meinung:

Der „Circus Afrika“ besteht bereits seit 1631 und ist nun zum dritten Mal in Chemnitz zu Besuch. Diesmal gastiert er in der Zeit vom 31. März bis zum 17. April an der Ecke Stollberger Straße/Wladimir-Sagorski-Straße. Das Gelände ist sehr grün, groß und vor allem auch sicher, so dass die Mitarbeiter in den Abendstunden problemlos Spaziergänge mit den Tieren unternehmen können. Da es sich um ein Privatgelände handelt, hätte der „Circus Afrika“ jedoch auch trotz Wildtierverbot stattfinden können.

Schon beim Aufbau blieben viele Chemnitzer stehen. Gerade für Kinder ist der Zirkus natürlich immer ein ganz besonderer Ort. Zu sehen gibt es jedoch nicht nur Tiere. Besonderheiten sind zum Beispiel der Kraftakrobat, der einen ganzen Möbelwagen auf seinem Kinn balancieren kann und die erstmalige Kombination von Elefanten und Zebras in einer Show.

Wer den Zirkus besuchen möchte, hat bis zum 17. April die Möglichkeit dazu.