Zollfahndungsamt Dresden deckt Steuerhinterziehungen von rund 27 Mio. Euro auf

Davon wurden dem Fiskus 14,5 Mio. Euro bei Wareneinfuhren aus Drittländern vorenthalten. Weitere 8,8 Mio. Euro entfielen auf hinterzogene Tabaksteuer und 4 Mio. Euro auf hinterzogene Energiesteuer. +++

Das Zollfahndungsamt Dresden zieht Bilanz zu 2013:
 
Die sächsischen und thüringischen Zollfahnder deckt en in ihren Ermittlungen im Vorjahr Steuerhinterziehungen im Gesamtumfang von rund 27,3 Millionen Euro auf (2012: 16,1 Mio. €). Davon wurden dem Fiskus 14,5 Mio. Euro bei Warenein fuhren aus Drittländern vorent- halten. Weitere 8,8 Mio. Euro entfielen auf hinterzogene Tabaksteuer und 4 Mio. Euro auf hinterzogene Energiesteuer.

Unverändert bildete 2013 die Bekämpfung des international organisierten Rauschgiftschmuggels einen Tätigkeitsschwerpunkt des Zollfahndungsamtes Dresden. In ih-ren Ermittlungen wiesen die Beamtinnen und Beamten Tätern die unerlaubte Einfuhr von rund 430 Kilogramm Betäubungsmitteln nach (2012: 267 Kilogramm). Insgesamt führte die für die Bundesländer Sachsen und Thüringen sowie den Landgerichtsbezirk Halle zuständige Behörde im vergangenen Jahr 1.019 Ermittlungsverfahren (2012: 1.022) wegen zumeist schwerer oder organisiert begangener Zollstraftaten. Die Ermittlungen richteten sich gegen 1.298 Tatverdächtige (2012: 1.229). 

Aufgrund der Ermittlungen der rund 270 Beamtinnen und Beamten des Zollfahndungsamtes Dresden sprachen Gerichte im Vorjahr Freiheitsstrafen von insgesamt 343 Jahren (2012: 305) und Geldstrafen von rund 89.000 Euro (2012: 195.000 €) aus.

Die Finanzermittler der Dienststelle konnten 2013 Vermögenswerte (Bargeld, Wertgegenstände, Immobilien, Forderungen) von rund 1,3 Mio. Euro (2012: 1,04 Mio. Euro) sichern. Diese Maßnahmen dienen dazu, den Straftätern die „Gewinne“ zu entziehen, die sie unmittelbar oder mittelbar aus ihren strafbaren Handlungen wie zum Beispiel dem Handel mit unversteuerten Zigaretten oder mit Betäubungsmitteln erlangt haben.

Insgesamt 527 Verfahren hatten die Beamten des Zollfahndungsamtes Dresden und der Gemeinsamen Ermittlungsgruppen Rauschgift in Dresden, Leipzig und Erfurt im Vor-jahr zu bearbeitet (2012: 577). In den Ermittlungen konnte Tatverdächtigen die unerlaubte Einfuhr von insgesamt 430 Kilogramm Betäubungsmitteln aus EU- oder Drittländern nachgewiesen werden (2012: 267 kg). Der Einfuhrschmuggel der synthetischen Droge Crystal aus der Tschechischen Republik über die sächsisch-tschechischen Grenzübergäng e hielt im Vorjahr unverändert an. 14 Kilogramm dieser äußerst gefährlichen Droge zogen die Zollfahnder im Zuständigkeitsbereich des Zollfahndungsamtes Dresden im vergangenen Jahr aus dem Verkehr.

Der Anstieg der Einzelmengen, die geschmuggelt w erden, deutet auf einen wach- senden Absatzmarkt hin. Durch die Einrichtung von Sonderkommissionen „Crystal“ bei den Zollfahndungsämtern Dresden und München mit insgesamt 23 spezialisierte n Ermittlern im September 2013 hat der Zoll den Kampf gegen die Ausbreitung des synthetischen Rauschgiftes Crystal in der deutsch-tschechischen Grenzregion noch einmal deutlich intensiviert. 

Bei der Bekämpfung des international organisierten Zigarettenschmuggels bearbeiteten die Beamtinnen und Beamten im Vorjahr 195 Ermittlungsverfahren (2012: 118). Der ermittelte Gesamttatumfang lag bei rund 41,5 Mio. Stück Zigaretten (2012: 44 Mio. Stück), die ohne Entrichtung von Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und Tabaksteuer eingeführt und größtenteils weiterveräußert wurden. Der durch diese Straftaten verursachte und nachgewiesene Steuerschaden belief sich auf rund 8,8 Mio. Euro (2012: 9,1 Mio. Euro). 

Wegen des Verdachts der Hinterziehung von Energiesteuer auf Kraft- und Heiz stoffe ermittelten die Beamten im Vorjahr in 8 Fällen (20 12: 22).  Dabei konnten sie 8,1 Mio. Liter (2012: 3,3 Mio. Liter) nicht oder nicht ordnungsge mäß versteuerte Ware mit einem Steuerschaden rund 4 Mio. Euro (2012: 1,6 Mio. Euro) nachweisen.

Die Beamten des Zollfahndungsamtes Dresden bearbeiteten im Vorjahr insgesamt 7 Ermittlungsverfahren (2012: 11), bei denen der Verdacht bestand, dass Zölle und Ein- fuhrumsatzsteuer nicht ordnungsgemäß entrichtet wurden. In ihren Ermittlungen konnten Sie hinterzogene Einfuhrabgaben (Zölle und Einfuhrum- satzsteuer) in Höhe von rund 14,5 Millionen Euro (2012: 5,3 Mio. Euro) aufdecken. Allein rund 10 Millionen Euro wiesen die Zollfahnder den Verantwortlichen einer Firma nach, die containerweise Textilien aus China import ierte und bei Zollämtern in Sachsen abfertigen ließen.

Wegen Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz ermittelten die Beamten des Zollfahn- dungsamtes Dresden im Vorjahr 106 Fälle (2012: 77). Davon hatten 71 Verfahren (2012: 53) Anabolika zum Gegenstand. Sichergestellt wurden dabei rund 11.500 Stück, 37 Kilogramm und 1,6 Liter Dopingsubstanzen (2012: 37.500 Stück, 15 Kilogramm und 22 Liter Dopingsubstanzen) und rund 5.700 Stück und 79 Kilogramm und 4,3 Liter verbotene Arzneimittel ( 2012: rund 3.800 Stück und 2 Kilogramm).  

Quelle: Zollfahndungsamt Dresden